Marie-Pettenbeck-Schule

Imkern im Unterricht: Gartler wollen Projekt unterstützen

Der Obst- und Gartenbauverein möchte die Marie-Pettenbeck-Schule in Wartenberg bei ihren Bienenvölkern unterstützen.

Wartenberg – Die Marie-Pettenbeck-Schule in Wartenberg ist mit sechs Bienenvölkern unter die Imker gegangen (wir haben berichtet). Die Schule ist mittlerweile Mitglied des Imkervereins Wartenberg und erntete schon Honig. Nun will der Obst- und Gartenbauverein bei dem Projekt einsteigen.

Der Honig fließt bereits: Bei der Hauptversammlung des Fördervereins im Hotel Reiter sprach Schulleiter Michael Braun zwar nicht darüber, wie viele Honiggläser insgesamt schon zusammenkamen. Aber beim Nikolausmarkt der Schule konnte schon einige verkauft werden. 60 Gläser seien es gewesen, sagte Braun: „Am Freitag ist der Markt losgegangen, und am Samstagmittag waren die Dinger schon weg.“ Aber: „Ich selber habe noch nicht probieren können, aber ich habe mir sagen lassen, er sei gut gewesen“, sagte er.

Zwei Arbeitsgruppen von Schülern, je eine aus der Grund- und eine aus der Mittelschule sind an dem Projekt beteiligt, das Braun fächerübergreifend aufziehen möchte. „Die sind schon wieder ganz heiß, dass es losgeht.“ Wie gut die Schüler die Völker über den Winter gebracht haben, konnte er noch nicht sagen. Er gehe aber davon aus, dass es keine größeren Probleme gegeben habe.

Neben dem Wissen über Honigbienen sollen die jungen Bienenzüchter auch über wirtschaftliche Märkte lernen. Um die Nachfrage befriedigen zu können, müssen sie die Produktion steigern. Dafür müssen die Bienen allerdings Blüten finden – und die sind aktuell Mangelware. Deshalb versucht der Förderverein der Schule Blühflächen anzulegen.

Bei der Hauptversammlung des Vereins machte Gartler-Vorsitzender August Groh genau das zum Thema und berichtete, dass der Verein in der Nähe der Schule im Bereich Zustorfer Straße Blühflächen anlegen werde. Wie berichtet hatte es in der Hauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins bereits eine entsprechende Anfrage gegeben. Groh regte auch an, dass der Gartenbauverein als Partner des Schulfördervereins auf dem Schulgelände tätig werden könnte. Einerseits rannte er damit offene Türen ein. Andererseits sagte Braun, dass die Schule nicht untätig geblieben sei. So habe sie immerhin 1200 Quadratmeter Blumenwiese rund um die Bienenkästen angelegt.

Eine kurze Debatte entstand darüber, ob im Bereich des Teichs auf dem Schulgelände eine Blumenwiese angelegt werden könnte. Die Idee wurde wieder verworfen, weil der Teich für die Schüler attraktiv ist und sie durch eine Blumenwiese nur durchmarschieren würden. Klaus Kuhn

Rubriklistenbild: © dpa / Patrick Pleul

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