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Die neue Verkehrssituation auf einen Blick: So werden die Schilder an der Zustorfer Straße angeordnet. Rot eingefärbt ist die Schule.

An der Marie-Pettenbeck-Schule Wartenberg

Halteverbot und Bring-Zonen gegen das Mama-Taxi-Chaos

  • Markus Schwarzkugler
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Unter anderem mit einem absoluten Halteverbot will der Markt Wartenberg das Verkehrschaos an der Marie-Pettenbeck-Schule eindämmen. In seiner Sitzung lag dem Marktrat nun die neue Verkehrsregelung vor. Nach Kritik aus dem Gremium müssen jetzt zudem einige schon seit längerem nicht ganz regelkonform abgestellte Wohnmobile an der Thenner Straße weichen.

VON MARKUS SCHWARZKUGLER

Wartenberg – Im Dezember hat der Marktrat bekanntlich beschlossen, ein absolutes Halteverbot im Bereich der Bushaltestelle an der Zustorfer Straße montags bis freitags von 7 bis 16 Uhr zu erlassen. Zusätzlich zu der zeitlichen Beschränkung wird es an der langgezogenen Parkbucht noch den Hinweis „Schulbusse frei“ geben.

Der Bereich in der Mitte der Bucht ist ein Feuerwehrzugang. Dort dürfen weder Fahrzeuge noch Schulbusse halten. Auf die neue Verkehrssituation wird an dieser Stelle durch ein absolutes Halteverbotsschild und den Hinweis „Feuerwehrzugang“ sowie durch eine Zickzacklinie auf dem Boden hingewiesen.

An der Thenner Straße 5, dem sogenannten Festl-Parkplatz, gibt es demnächst eine Hol- und Bringzone für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Die Mädchen und Buben können dann an der Ampel die Thenner Straße sicher überqueren, so der Gedanke der Gemeindeverwaltung. Das Ganze soll zur Entlastung der Zustorfer Straße beitragen.

Carla Marx (Neue Mitte) wies auf diverse am Festl-Parkplatz abgestellte Wohnmobile hin. Eine nicht ganz legale Situation, die der Markt bis jetzt toleriert hat. Paul Neumeier (FWG) berichtete von Wohnmobilen, die dort – als wäre es selbstverständlich – mit Planen oder Folien winterfest geparkt sind. Die Beschilderung lässt aber eigentlich nur Pkw zu.

Bisher drückte der Markt ein Auge zu

Auch Eduard Ertl (Neue Mitte) gefällt die Situation dort gar nicht. Die Bürger, die parken und ein paar Minuten zum Einkaufen gingen, bekämen einen Strafzettel, während abgestellte Wohnmobile und teils sogar nicht zugelassene Autos gar nicht beanstandet würden.

Bisher hat der Markt ein Auge zugedrückt, „weil die Wohnmobile sonst wo anders stehen würden“, so Bürgermeister Manfred Ranft (FWG). „Da gehört wirklich ein gscheiter Parkplatz draus gemacht“, meinte Neumeier.

Einstimmig beauftragte der Marktrat Ranft, den Parkplatz nur so nutzen zu lassen wie ausgeschildert. Sprich: Er ist nur noch für Pkw zugelassen.

Die Schule selbst hatte derweil noch eine Hol- und Bringzone auf der Fläche neben der Thenner Straße 20 angeregt, wo derzeit Wertstoffcontainer stehen und auch Fahrzeuge parken. Laut Schule hätte das den Vorteil, dass die Kinder nach dem Aussteigen direkt das Schulgelände betreten könnten. Daraus wird jedoch nichts, weil sich in dem Bereich die amtlich genehmigte Feuerwehrzufahrt befindet, die nicht für solch eine Zone genutzt werden darf. Das erklärte Theresa Wannisch vom Fachbereich Planen und Bauen. Zudem würden der ADAC und die Gemeindeunfallversicherung Abstände von mindestens 250 Metern zwischen Schule sowie der Hol- und Bringzone empfehlen. „Außerdem würde die Nutzbarkeit des Fuß- und Radwegs an der Thenner Straße zu den Hol- und Bringzeiten erheblich eingeschränkt“, erklärte Wannisch. „Deshalb ist es sinnvoller, die Fläche weiterhin für Wertstoffcontainer und Parkplätze, die die Feuerwehrzufahrt nicht beeinträchtigen, zu nutzen.“

Angedrohte Sperrung der Zustorfer Straße zeigt Wirkung

Wie berichtet, haben die zahlreichen Mama-Taxis vor allem vor Schulbeginn für ein Verkehrschaos an der Zustorfer Straße gesorgt. 3. Bürgermeister Christian Pröbst hatte daraufhin auch in der Bürgerversammlung regelmäßige Kontrollen der kommunalen Verkehrsüberwachung angekündigt. Er drohte notfalls sogar mit einer morgendlichen Sperrung der Zustorfer Straße ab 7 Uhr, sollte sich die Situation nicht bessern. Das zeigte Wirkung, die Lage entspannte sich ein wenig. Auf die Sperrung wurde deshalb verzichtet.

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