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Ausgangspunkt für den künftigen Weg: die neue Rockelfinger Brücke. 

Marktrat befürwortet Antrag des Gartenbauvereins

Wanderweg für Wartenberg

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In Wartenberg und Umgebung lässt es sich schön wandern. Zum Beispiel rund um den Nikolaiberg, am Kreuzweg vorbei. Und vielleicht auch bald auf einem Wanderweg entlang der Strogen. Dort sieht der Obst- und Gartenbauverein (OGV) großes Potenzial. Seinen entsprechenden Antrag will der Marktrat weiterverfolgen.

Wartenberg – In dem von Vereinsvorsitzendem August Groh und seinem Stellvertreter Alois Hargasser unterzeichneten Antrag heißt es: „Der frühere Wanderweg von der in diesem Jahr neu errichteten Fußgängerbrücke über die Strogen (gemeint ist die Rockelfinger Brücke; d. Red.) entlang des Westufers der Strogen bis hin zur Bräubruck soll der Bevölkerung wieder zur Verfügung stehen.“ Bereits in den 1960er/70er Jahren habe es einen Wanderweg entlang der Strogen gegeben.

„Er begann an der Rockelfinger Brücke und führte entlang der Strogen und des ehemaligen TSV-Fußballfeldes. Der Klinggraben konnte über einen kleinen Holzsteg überquert werden. Auf Höhe Schuler-Anwesen musste die Strogen mit Hilfe eines circa 50 Zentimeter breiten Stegs mit wackeligem Geländer überquert werden. Danach ging es auf einem unbefestigten Weg weiter bis zur Bräubruck. Von dort ging es links weiter zur Erdinger Straße beziehungsweise rechts zur Klingstraße oder weiter ins Moos“, blickt der OGV zurück. 1986 hat der Verein Birken auf Höhe des Volksfestplatzes entlang der Strogen gepflanzt. Diese bilden heute eine „allee-artige Anlage und eine Bereicherung für diesen Abschnitt des Strogenverlaufs“.

Zügig Richtung Ortszentrum

Viele Kommunen würden den „Glücksfall“ nutzen und ein Gewässer innerhalb ihres Ortskerns für alle zugänglich machen. Auch das Wasserwirtschaftsamt begrüße Aktionen, die Gewässer im bewohnten Bereich erlebbar machten. Diesen Gedanken will der OGV 33 Jahre nach Pflanzung der Birken aufgreifen. Und: „Wenn ein Ausbau so möglich wäre, dass der Weg auch Radfahrern zur Verfügung stehen könnte, wäre ein kleiner Beitrag zur weiteren Attraktivität unseres Ortes gelungen und ein sicherer Radweg Richtung Zentrum geschaffen“, schreiben Groh und Hargasser.

Für die Zukunft sehen die Gartler weitere Möglichkeiten: „Ein Gewinn für Wartenberg würde entstehen, wenn der Bereich des ehemaligen Fußballfeldes, eingerahmt von Strogen, Klinggraben, Volksfestbereich und Grundstücken an der Klingstraße, als parkähnlicher Freizeitplatz gestaltet und für alle zur Nutzung freigegeben würde.“ Der OGV kann sich zudem über mehrere Jahre den Aufbau einer Anlage aus vereinzelten Bäumen und Sitzgelegenheiten, kombiniert mit Spieleinrichtungen wie Klettergerüst, kleinen Fußballtoren oder Slackline-Vorrichtungen vorstellen. „Die Nähe zum Ortszentrum würde hier sicherlich für Alt und Jung einen Bereich zur Freizeitgestaltung anbieten.“

Ertl fordert Radwegkonzept

Eine erste Kostenschätzung hat die Verwaltung in der Marktratssitzung bereits auf den Tisch gelegt. Diese geht von einem 600 Meter langen und 2,5 Meter breiten Wanderweg aus. Der Kalkulation zufolge würden die Kosten rund 185 000 Euro betragen – „viel Geld“, wie 3. Bürgermeister Christian Pröbst (CSU) befand. Groh schlug deswegen gleich eingangs der Debatte vor, den Antrag zurückzuziehen, was jedoch vom Gremium alles andere als gewünscht wurde. „Wir planen ergebnisoffen weiter“, schlug Pröbst vor.

Eduard Ertl (Neue Mitte) betonte hinsichtlich des angesprochenen Grabens, dass das Hochwasserschutzkonzept für Pesenlern berücksichtigt werden müsse. Zudem forderte er: „Wir müssen uns grundsätzlich ein Radwegkonzept für Wartenberg überlegen und schauen, dass man möglichst bald ins Ortszentrum kommt.“ Michael Gruber (SPD) sah in dem Weg eine Chance, „den einen oder anderen dazu zu bewegen, aufs Radl zu steigen“. „Ich bin dabei, aber nicht an der Stelle“, sagte Josef Sedlmaier (CSU), der als einziger dagegen stimmte, den Weg weiterzuverfolgen. Einstimmig fiel der Beschluss aus, das Unterfangen bei der Städtebauförderung anzumelden.

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