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Eine Direktverbindung zwischen Wartenberg und Flughafen besteht nicht. Mit Umstieg in Erding gelangt man in einer knappen Stunde ins Erdinger Moos. Deshalb will sich der Marktrat über eine neue Linie schlau machen.

Gullydeckel-Austausch an Strogenstraße heuer

Marktrat Wartenberg arbeitet Bürgeranträge ab – Neuer Flughafenbus?

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Diverse Anträge sind in der Wartenberger Bürgerversammlung im November zusammengekommen. Inwieweit diesen nachgekommen werden kann, war nun Thema in der Marktratssitzung.

Wartenberg – Diverse Anträge sind in der Wartenberger Bürgerversammlung im November zusammengekommen. Inwieweit diesen nachgekommen werden kann, war nun Thema in der Marktratssitzung. Ein Auszug.

Neue Buslinie zum Flughafen

Wie berichtet, hatte Maximilian Suchanek eine Buslinie von Wartenberg zum Flughafen München angeregt. Er müsse irgendwann aufs Auto umsteigen, wenn sich die Situation nicht bessere, meinte er damals. Sinn würde eine solche Busverbindung durchaus machen, denn immerhin 800 Bürger aus der Verwaltungsgemeinschaft Wartenberg arbeiten am Flughafen. „Wenn wir eine solche Linie wollen, ist das möglich“, sagte 3. Bürgermeister Christian Pröbst (CSU) nun im Marktrat. Einen entsprechenden Antrag könne man beim Landkreis stellen.

Bei einem Gespräch mit dem Flughafen erfuhr Pröbst allerdings, dass der Flughafen keine privaten Linien fördern darf, die in Konkurrenz mit öffentlichen Linien stehen. Michael Gruber (SPD) wollte deshalb die Zuschussfrage klären lassen, um eventuell vorhandene Buslinien auszuweiten. „Der Bedarf ist ja da“, stellte er fest. Dass von der Flughafengesellschaft keine Zuschüsse kommen, bewertete Josef Sedlmaier (CSU) der weil als „Riesensaustall“.

Trachtenstadl ist gesetzt

Wilfried Busch hatte beantragt, die Bürgerversammlung nicht mehr im Trachtenstadl stattfinden zu lassen, sondern im Ortskern, etwa in der Strogenhalle oder im Reitersaal. So müssten Senioren keine so lange Wegstrecke Richtung ortsauswärts zurücklegen. Andernfalls könnte ein Shuttle-Service vom Marktplatz zum Stadl eingerichtet werden, so Buschs Vorschlag. „Der Trachtenstadl ist gesetzt“, stellte Pröbst allerdings klar. Ein Shuttle sei zwar möglich. Geben wird es ihn aber wohl nicht. Die Senioren finden schon einen Weg, zum Trachtenstadl zu gelangen, so der Tenor im Rat.

Außerdem hatte Busch beantragt, die großen Plakatwände streichen zu lassen. Sie werden nach der Kommunalwahl aber ohnehin abgebaut.

Nikolaibergstraße in Warteschleife

Wegen der Verbreiterung der Nikolaibergstraße bis zur Alten Schule hatte Busch noch nachgefragt. Pröbst erklärte dahingehend die Beschlusslage im Marktrat: Es sei noch nicht so lange her, da habe das Gremium das Projekt aus Kostengründen (über 150 000 Euro) verschoben. Das bleibt auf absehbare Zeit auch so, war die einhellige Meinung des Rats.

Patient Strogenstraße

Leonhard Lindner hatte wegen der Instandsetzung der Staatsstraße 2082 Ortsdurchfahrt Wartenberg nachgefragt, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der lärmgeplagten Anwohner. Bei der Regierung habe man schon mehrmals nachgehakt, im Sommer soll es eine Prioritätenliste geben, wann welche Straße gemacht werde. Die Erneuerung der Gullydeckel in der Strogenstraße ist Pröbst zufolge bereits mit dem Bauamt abgesprochen. Noch in diesem Jahr sollen die Gehwegplatten an der Ausfahrt Strogenpark bis zur Penny-Einfahrt erneuert werden.

Ortspflege: Keine Kontrollfahrten

„Was hat die Gemeinde seit letztem Jahr unternommen, um das Verständnis der Bürger für die Sauberkeit und Pflege vor Ort zu fördern?“, fragte Lindner unter anderem noch. Er wollte wissen, ob der Markt entsprechende Verordnungen überprüfe und ahnde. „Von Seiten der Gemeinde werden Anwohner angeschrieben, sofern uns bekannt ist, dass die Satzungen nicht eingehalten werden“, stellte Pröbst dazu klar. Kontrollfahrten führe die Gemeinde jedoch nicht durch. Wie Franz Gerstner aber anmerkte, gibt es durchaus Stellen, an denen das Gras einen halben Meter hoch gewachsen sei.

Messanlage wird verlegt

Die Geschwindigkeits-Kontrollanzeige an der Eichenstraße muss laut Konrad Huber richtig auf 30 km/h eingestellt werden. Derzeit sei sie fälschlicherweise auf 50 km/h gepolt. Weil diese Umstellung jedoch nicht möglich ist, wird die Anlage in einen Tempo-50-Bereich verlegt.

Markus Schwarzkugler

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