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Marode und verengt: die Hartlbrücke in Wartenberg

Marktrat Wartenberg

Breite Lösung für die Hartlbrücke

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Risse, Spurrillen, Schlaglöcher und und und: Die Wartenberger Hartlbrücke ist schon seit langem in schlechtem Zustand. Deswegen hat sich der Marktrat in seiner Sitzung im August auf einen Ersatzneubau geeinigt. Die große Frage, die damals offen blieb: Soll die Fahrbahn der Brücke, die derzeit eine Engstelle auf der Aufhamer Straße über die Strogen darstellt, 5,50 oder gleich sechs Meter breit werden?

Wartenberg – Nach erneuter Beratung im Gremium fiel die Entscheidung nun einstimmig für die breitere Variante.

Vor allem die SPD-Männer Michael Paulini und Michael Gruber – in der jüngsten Sitzung waren beide abwesend – hatten vor zweieinhalb Monaten die Planungen kritisch hinterfragt. Werde die Brücke nur wegen der Zuschüsse so breit gebaut, wollte Gruber etwa wissen, während Paulini anmerkte, dass große Lastwagen in der Kurve Probleme bekommen könnten. Deswegen sollte das Freisinger Ingenieurbüro für Tragwerksplanung Brandl+Eltschig noch einmal die Kosten für beide Varianten vorlegen.

Dessen Vertreter Felix Schmidt sagte nun in der Sitzung, dass sich die Bruttobaukosten mit einem eingerechneten Puffer auf rund 1,1 Millionen Euro belaufen werden.

Bei der 5,50-Meter-Lösung würden sich die Ausgaben ihm zufolge um gerade mal 50 000 Euro reduzieren. Was noch hinzukommt: „Hier wäre die Förderung infrage gestellt“, sagte Schmidt. Bei sechs Metern wäre der Begegnungsverkehr zweier Lkw gewährleistet.

Davon kann derzeit keine Rede sein. Aufgrund der schlechten Prüfungsergebnisse im Jahr 2012 wurde damals für die Stahlbetonbrücke eine Tonnagebeschränkung auf 5,5 Tonnen beschlossen und zudem die Fahrbahn verengt.

Um Paulinis Befürchtung auszuräumen, führte Schmidt ein Video vor, das zeigt, wie ein langer Lastwagen problemlos um die Kurve kommt. „Das sollte kein Problem darstellen“, sagte der Planer.

Für den Gehsteig der Brücke, die insgesamt gut zehn Meter breit sein wird, ist ihm zufolge kein Grunderwerb nötig, „außer auf der nördlichen Seite im Westen“, so Schmidt.

Er sagte zudem, dass das Bachbett derzeit sehr verschlammt sei. Man müsse sich das Bachbett anschauen und im Bereich des Brückenbauwerks ausbaggern. Je nachdem, was dabei zutage tritt, könnten die Bruttokosten dafür bis zu 80 000 Euro betragen.

In der Debatte kam auch das Thema Hochwasser zur Sprache. Wie Franz Gerstner (CSU) anmerkte, sei das Hochwasser von 2013 „scho unten ogstandn“.

Eduard Ertl (Neue Mitte) erkundigte sich nach der Bauzeit. Schmidt, der in der August-Sitzung den Auftakt der Arbeiten für Februar 2020 ins Spiel gebracht hatte, sagte: „Ein knappes Jahr von Abbruch bis Verkehrsfreigabe.“ Ertl meinte dazu: „Wir haben da draußen einen Schulweg.“ Eventuell könne man ja eine Behelfsbrücke für die Zeit einrichten.“ Dem musste Sitzungsleiter, 3. Bürgermeister Christian Pröbst (CSU), einen Riegel vorschieben, weil an der Stelle einfach zu wenig Platz dafür sei. „Es muss wahrscheinlich sechs, acht Monate ohne gehen“, meinte er. Die Mittel für den Brückenbau werden im Nachtragshaushalt für 2019 bereitgestellt. Auch dieser Beschluss erging einstimmig.

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