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Wartenberg: Mehr als ein dunkles Mahnmal

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Das Potenzial des Platzes rund um das Kriegerdenkmal ist nach dem Ausholzen nun sichtbar: Marktgemeinde, Gartler und Pfarrgemeinderat wirken hier bei der Gestaltung zusammen. 
Das Potenzial des Platzes rund um das Kriegerdenkmal ist nach dem Ausholzen nun sichtbar: Marktgemeinde, Gartler und Pfarrgemeinderat wirken hier bei der Gestaltung zusammen.  © Klaus Kuhn

Ein spannendes Gemeinschaftsprojekt von Markt Wartenberg, Obst- und Gartenbauverein sowie Pfarrgemeinderat nimmt Gestalt an: Der Platz am Kriegerdenkmal wird komplett neu gestaltet.

VON KLAUS KUHN

Wartenberg – Es ist erst einmal gründlich ausgeholzt worden, wobei der alte Baumbestand natürlich verschont geblieben ist. Darauf hatte vor allem Umweltreferent Dominik Rutz (Grüne) Wert gelegt. Die Hecke zur Strogenstraße hin wurde drastisch eingekürzt, sodass man wieder drüber schauen kann. Sie soll aber als Abgrenzung zum Straßenraum erhalten bleiben – auch der Sicherheit wegen.

Laut Bürgermeister Christian Pröbst (CSU) werde es im Frühjahr eine Pflanzaktion mit dem Obst- und Gartenbauverein geben. Das Gedenkkreuz der Sudetendeutschen habe sich seinem Bericht zufolge als nicht mehr sanierungsfähig erwiesen. Dem hätten Ameisen im Sockelbereich dermaßen zugesetzt, dass das Holzkreuz ersetzt werden müsse. Die Figur daran werde restauriert. Das neue Holzkreuz brauche an seinem neuen Standort im Süden der kleinen Parkanlage einen neuen Stahlsockel. „Den schweiße ich“, versprach der Bürgermeister, der ähnliche Zusagen andernorts schon gehalten hat.

Die Planungen seien zusammen mit dem Pfarrgemeinderat gemacht worden, berichtete Pröbst. Er erinnerte an frühere Sitzungen des Marktgemeinderats zum Thema Kriegerdenkmal: „Da hatten wir Planungen auf dem Tisch, das hätte 250 000 Euro gekostet. Das können wir uns einfach nicht leisten. So haben wir ein paar tausend Euro an Material, aber wir bekommen trotzdem was Schönes.“

Auch Gartler-Vorsitzender August Groh hatte bereits von einem „schönen Gemeinschaftsprojekt“ gesprochen und sich positiv über die Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde geäußert.

Nicht mehr sanierungsfähig: Das Gedenkkreuz der Sudetendeutschen muss ersetzt werden, die Christusfigur kann aber noch restauriert werden. 
Nicht mehr sanierungsfähig: Das Gedenkkreuz der Sudetendeutschen muss ersetzt werden, die Christusfigur kann aber noch restauriert werden.  © Kuhn

Am Gedenkkreuz der Sudetendeutschen werden zwei Bänke aufgestellt, der zentrale Weg durch die Anlage werde quasi in Verlängerung der Mittelachse der Kirche auf das Kriegerdenkmal zulaufen. Laut Pröbst gehören zu den Planungen auch noch zwei weitere Bänke.

Dass die ganze Anlag besser einsehbar wird, sei Absicht, sagte Pröbst, Die Büsche und Hecken sollen nicht mehr ihre alte Höhe bekommen. Der gesamte Bereich sei vor allem durch Zuschnitt der hohen Hecken viel heller.

Jetzt, da mal so richtig aufgeräumt worden ist, wird aber auch deutlich, welches Potenzial der Platz hat. Auch Pröbst meinte: „Der ist riesig.“ Genau dieser Platz müsse eine Struktur bekommen: Busch- und Heckenpflanzungen im zeitigen Frühjahr werden genau das leisten, und Pröbst freut sich schon: „Doch – des werd schee….“

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