VG Wartenberg

Mehr Personal, höhere Umlage

Wartenberg – Die gemeinsame Gemeindeverwaltung wird um einiges teurer. Da zweifelt Leo Melerowitz am Sinn der VG.

Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Wartenberg braucht drei neue Mitarbeiter. Diese Personalkosten schlagen voll auf die VG-Umlage durch, die von 150 auf 176 Euro pro Einwohner und Jahr steigt. Das schmeckte etlichen Mitgliedern in der Verbandsversammlung bei der Verabschiedung des Haushaltes am Donnerstag überhaupt nicht.

Wartenberg muss als größte der drei Kommunen knapp eine Million Euro zahlen, Langenpreising und Berglern jeweils ungefähr die Hälfte. Langenpreisings 3. Bürgermeister Leo Melerowitz (CSU) stellte angesichts der Kosten offen den Sinn der Verwaltungsgemeinschaft in Frage. Von dieser Schiene holte ihn der Vorsitzende, der Wartenberger Bürgermeister Manfred Ranft, schnell wieder herunter. Er wies darauf hin, dass jede eigenständige Kommune einen Geschäftsleiter brauche und einiges mehr. „Ich glaube nicht, dass eine Gemeinde das allein stemmen kann.“

Andreas Steiner (SPD, Langenpeising) mahnte, auf die Personalkosten zu achten und hatte dazu so konkrete Vorstellungen, dass er dem Vorschlag Ranfts, das lieber nichtöffentlich zu beraten, sofort folgte. Die Frage von Melerowitz zu weiteren Steigerungen in den nächsten Jahren beantwortete Ranft ausführlich: „Ich gehe davon aus, dass die Steigerung durch den Einwohnerzuwachs kommt“, sagte er und fügte hinzu: „Personell sind wir aus dem Gröbsten raus.“ Neuerliche Sprünge dieser Größe bei der Umlage erwartet der Vorsitzende nicht.

Für die Verwaltungsgemeinschaft insgesamt steht immerhin ein Einwohnerzuwachs von 106 Menschen in einem Jahr zu Buche, wobei interessanterweise die Gemeinde Berglern nach geradezu stürmischem Wachstum in den vergangenen Jahren erstmals ein Minus von sechs Bürgern zu verkraften hatte.

Wenn mehr Mitarbeiter über Aktenbergen schwitzen, belastet das die Klimaanlage im Rathaus, die schon wieder Sorgen macht. Auch der Rechnungsprüfungsausschuss hatte die steigenden Aufwendungen für Wartung und Instandhaltung 2014 und 2015 moniert. Tatsächlich will die Verwaltung das Thema im kommenden Jahr angehen, wobei Ranft betonte, dass man erst mal planen müsse. Der Haushalt enthält dennoch keine Kreditaufnahmen, Investitionen werden aus der Rücklage finanziert.

Klaus Kuhn

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