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Montessori-Schule: Wartenberg bleibt im Rennen

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Unermüdlich für einen neuen Montessori-Standort setzt sich Thomas Becker ein. © Kuhn

Wartenbergs Bürgermeister Manfred Ranft hat das Potenzial für eine Aufwertung des Marktes erkannt und dem Montessori-Verein Moosburg mit Billigung des Marktgemeinderats ein Grundstück der Gemeinde zum Neubau einer Montessori-Schule angeboten. „Ein solches Angebot wäre nicht schlecht für Wartenberg“, kommentiert Ranft.

von Klaus Kuhn

Wartenberg – Vorsitzender des Montessori-Vereins Moosburg ist Thomas Becker. Er kämpft seit über zwei Jahren um die Genehmigung für eine solche „Ersatzschule“, wie das im Amtsdeutsch heißt. Der Verein hat enorme Vorarbeit geleistet und einen Bescheid vorliegen, wonach das pädagogische Konzept der Schule als genehmigungsfähig angesehen wird. Jetzt fehlt „nur“ noch ein „gesicherter Schulstandort“, wie aus den der Redaktion vorliegenden Schreiben der Regierung von Oberbayern an den Verein hervorgeht. Genau daran arbeitet dieser in diesen Wochen mit Hochdruck, und so kam das Gespräch mit Wartenberg zustande.

Wie berichtet, hat der Verein schon mal das Josefsheim in den Blick genommen und diese Option noch nicht so ganz verworfen, auch wenn Becker gegenüber der Heimatzeitung zugeben muss, dass die Umsetzung der pädagogischen Ausrichtung der Schule auf dem Gelände schwierig werden könnte. Die Schule soll nämlich eine agrarwirtschaftliche Ausrichtung erhalten, was ihr die von den Genehmigungsbehörden geforderte Alleinstellung verschafft. Dazu braucht die Schule Platz, denn es sollen Felder angelegt, Tiere gehalten werden.

Bei der Tierhaltung ist der Verein jetzt schon so weit, dass er seltene Haustierrassen bevorzugen wird. Deren Haltung und Vermehrung wird mit Geldern der EU gefördert – Zuschüsse, die der Verein gerne abgreifen würde.

Die derzeit nächstgelegenen Montessori-Schulen für die Wartenberger wären in Aufkirchen (Gemeinde Oberding) oder in Freising. Beide melden einen regen Zulauf, von Wartelisten ist die Rede. Das teilte Becker jüngst auch im Wartenberger Marktrat mit. Die Schule in Aufkirchen beispielsweise schreibt, dass am 29. Januar das Aufnahmeverfahren mit einem Tag der offenen Tür beginne und setzt hinzu: „Da es immer mehr Interessenten als Plätze gibt, muss die Schule eine Auswahl treffen.“

Dass auch die Marie-Pettenbeck-Schule zu klein wird, hat der Schulverband erst kürzlich festgestellt (wir berichteten). „Das eine hat aber mit dem anderen nichts zu tun“, betont Ranft.

Die Schule selbst will sich der Moosburger Verein von einem Unternehmer bauen lassen, der die Einrichtung wiederum dann an den Trägerverein vermietet – so das Konzept. Ob dieser Unternehmer die Schule auch in Wartenberg errichten wird, ist, wie Becker andeutet, noch gar nicht sicher.

Immerhin hat er das Schulkonzept nun in öffentlicher Sitzung des Marktgemeinderats vorstellen dürfen. Die Reaktionen darauf bezeichnet Becker gegenüber der Heimatzeitung als „ermutigend“. Der Verein hat nach den Worten des Vereinsvorsitzenden aber noch weitere Eisen im Feuer.

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