Franz Hohnheiser Der beliebte Pfarrer kam als Kind nach Wartenberg.

Nachruf 

Trauer um Pfarrer Hohnheiser

Pfarrer Franz Hohnheiser ist im Alter von 80 Jahren im Pflegeheim der Barmherzigen Schwestern in Bad Adelholzen verstorben.

Wartenberg Den älteren Wartenbergern dürfte er noch gut bekannt sein: Pfarrer Franz Hohnheiser. Jetzt ist er im Alter von 80 Jahren im Pflegeheim der Barmherzigen Schwestern in Bad Adelholzen verstorben.

Geboren wurde Hohnheiser in Kamitz im ehemaligen Sudetenland. Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er aus seiner Heimat vertrieben und kam 1946 mit zwei Geschwistern und dem Großvater nach Wartenberg. Im ehemaligen Gasthaus Reiter fand die Familie eine neue Bleibe.

1954 beendete Hohnheiser seine Ausbildung zum Maschinenschlosser bei der Firma Steinbock in Moosburg. Als Spätberufener machte er 1959 sein Abitur und studierte Theologie. 1965 weihte ihn Kardinal Döpfner zum Priester. Fünf Jahre lang war Hohnheiser Kaplan in Kirchseeon, anschließend drei Jahre Präfekt im Knabenseminar in Traunstein. Bis 1994 leitete er später eine Pfarrei in Putzbrunn bei München und anschließend den Pfarrverband Gündlkofen (Gemeinde Bruckberg). Seit 2006 war Hohnheiser als Ruhestandsgeistlicher in Neukirchen am Teisenberg tätig.

Wie beliebt der Pfarrer war, zeigte sich bei seiner Beerdigung in Neukirchen. Die Kirche konnte die Menge der Gläubigen nicht fassen. Viele konnten den Trauergottesdienst deshalb nur über Lautsprecher im Freien verfolgen. Mehr als 30 Priester feierten mit Regionalbischof Siebler das vom Kirchenchor würdevoll umrahmte Requiem.

Vor der Bestattung im Priestergrab bewegte sich ein langer Trauerzug durch den Ort unter Vorantritt einer Musikkapelle. Den Sarg begleiteten neben vielen Gläubigen auch die Ortsvereine mit ihren Fahnen. Am Grab würdigten schließlich mehrere Sprecher das Leben des beliebten Seelsorgers in bewegenden Worten, darunter zwei Bürgermeister. 

Franz Karger

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