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Das Trio an der Spitze: Leiterin Ramona Scherer (M.) mit Stellvertreterin Inge Rott (l.) und Pflegedienstleiterin Jaqueline Kremer.

Seniorenzentrum Wartenberg

Neue Chefin Ramona Scherer: Von der Putzfrau zur Heimleiterin

Wartenberg – Mit Ramona Scherer hat das Seniorenzentrum in Wartenberg wieder eine Leiterin, die sich ausschließlich um dieses eine Haus kümmert. Sie machte bei ihrer offiziellen Vorstellung deutlich, dass sich das Konzept, zwei Häuser durch eine Person führen zu wollen, nicht bewährt habe. „Das war keine Lösung“, sagte sie. Ihr Vorgänger Daniel Maier hatte von Mai 2015 bis vor kurzem die doppelte Verantwortung für die beiden Pichlmayr-Heime in Wartenberg und Isen getragen.

Die 42 Jahre alte Mutter von vier Kindern hat das Geschäft von der Pieke auf gelernt. Begonnen hat sie als Reinigungskraft im Haus in ihrem Heimatort Zolling. „Zufällig bin ich in die Pflege gerutscht“, erzählte sie. Sie habe die Möglichkeit bekommen, als Pflegehelferin zu arbeiten, und dann die dreijährige Ausbildung zur Pflegekraft gemacht. In Neufahrn wurde sie stellvertretende Pflegedienstleitung, kümmerte sich später in Aschheim um die Qualitätsentwicklung und machte die Ausbildung zur Einrichtungsleiterin. „Dann hat mir Herr Pichlmayr die Möglichkeit gegeben, die Leitung hier zu übernehmen.“

Seit dem 15. Februar ist sie nun im Haus in Wartenberg und gab ihren ersten Eindruck so wieder: „So etwas wie hier habe ich noch nie erlebt!“ Die Einrichtung sei so gut in die örtliche Gemeinschaft in Wartenberg eingebunden. „In der ersten Woche konnte ich das gar nicht fassen“, meinte Scherer. Daher gab sie einen Empfang für die Vertreter der Kirchen und Vereine, Feuerwehr und Marktgemeinderat. In ihrer kurzen Ansprache machte sie deutlich, dass sie an dieser Politik festhalten werde. „Ich hoffe, dass diese Beteiligung bleibt. Ich werde das meinige dazu beitragen. Meine Tür steht immer offen.“

Arbeit gibt es in dem Haus genug. Das Seniorenzentrum ist gut ausgelastet. „Momentan ist genau ein Bett frei“, sagte Scherer auf Nachfrage. Eine derart gute Belegung sei aus wirtschaftlichen Gründen für das vergleichsweise kleine Seniorenzentrum enorm wichtig.

Für den Markt Wartenberg sprach Vizebürgermeister und Seniorenreferent Peter Schickinger. „Es ist eine Vielfalt hier in Wartenberg, und die legt großen Wert auf dieses Haus.“ Die Gemeinde sei froh, dass es wieder einen Ansprechpartner gebe. „Ich kann Ihnen und dem Team nur wünschen, dass Sie sich bestens verstehen“, sagte Schickinger, Das scheint gegeben zu sein: Mit Jaqueline Kremer als Pflegedienstleitung und Stellvertreterin Inge Rott kommt Scherer offensichtlich schon bestens aus. Die neue Chefin will nach diesem zweiten Leitungswechsel in zwei Jahren wieder für Kontinuität sorgen: „Jetzt bin ich da, und ich habe auch vor zu bleiben.“  klk

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