Landesinnenminister: Terrorverdächtiger in der Uckermark gefasst

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Multikulturell ist auch das pädagogische Team.

Eröffnung in Wartenberg

Neue Johanniter-Einrichtung in der Pension Siebenbürger

Wartenberg – 16 junge Neubürger aus Eritrea, Irak und Afghanistan hat der Markt Wartenberg seit gestern. Die Johanniter Oberbayern haben ihre Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der ehemaligen Pension Siebenbürger eröffnet. Die Burschen im Alter von 14 bis 17 Jahren werden dort rund um die Uhr sozialpädagogisch betreut.

Auch das pädagogische Team ist multikulturell. Die Mitarbeiter hätten deutsche, irakische, türkische und nigerianische Wurzeln, berichtet Johanniter-Sprecherin Arefeh Shariatmadari auf Nachfrage. Das Ziel der Arbeit ist, den jungen Menschen das Ankommen in der deutschen Gesellschaft zu ermöglichen. Daher werde in der Einrichtung natürlich Deutsch gesprochen, so Shariatmadari.

Zum professionellen Aufbau und der Führung der neuen Einrichtung gehört auch, dass die Anwohner rechtzeitig einbezogen werden. So hatten die Johanniter kürzlich alle Interessierten zu einem Informationsabend eingeladen, um Hintergrundinformationen zu geben und alle offenen Fragen zu beantworten. Auch nach der Eröffnung stehen den Anwohnern Kontaktpersonen zur Verfügung, an die sie sich mit Anliegen und Fragen wenden können. „Die Jugendlichen werden hier sehr offen aufgenommen. Das liegt vor allem daran, dass von Anfang bis Ende die Bedürfnisse aller Beteiligten mitbedacht wurden“, meint Bürgermeister Manfred Ranft laut einer Johanniter-Pressemitteilung.

Derzeit unterstützt der Verband die Flüchtlingshilfe an rund 120 Standorten in ganz Deutschland. Darunter sind auch spezielle Einrichtungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – wie nun in Wartenberg und seit einem halben Jahr in Bachham, Gemeinde Fraunberg. Dort leben zehn Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Sie kommen unter anderem aus Afghanistan, Pakistan, Syrien und dem Irak. Bei ihrer Ankunft sprachen die Burschen noch kaum Deutsch, mittlerweile klappt die Verständigung recht gut. Alle besuchen eine Schule. „Teilweise haben sie bereits konkrete Zukunftspläne und möchten Automechaniker oder Frisör werden“, berichtet Vanessa Kost, Leiterin der Einrichtung in Bachham. Auch erste Freunde und Hobbys hätten sie bereits gefunden. Tanzen und Fußball sind besonders beliebt. „Die Jugendlichen gehören heute zu unserer Gemeinde einfach dazu. Nach den schrecklichen Dingen, die sie erlebt haben, können wir ihnen vielleicht ein kleines Stück bessere Welt geben“, erklärt Bürgermeister Hans Wiesmaier.

ta

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