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Nach Hangrutsch am Wartenberger Spatzenberg: Gerichtsverfahren zieht sich

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Von: Markus Schwarzkugler

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Eine emotionale Angelegenheit war der Vor-Ort-Termin am Spatzenberg mit Bauausschuss und Anwohnern im Juni des Jahres 2019.
Eine emotionale Angelegenheit war der Vor-Ort-Termin am Spatzenberg mit Bauausschuss und Anwohnern im Juni des Jahres 2019. © Kuhn

Die Voraussagen von Gemeinderat und Rathausverwaltung in Wartenberg, dass sich das Verfahren um den abgesackten Wendehammer oben am Spatzenberg lange hinziehen würde, sind längst wahr geworden. Das Gericht ist weiter noch nicht zu einem Ergebnis gekommen, ein weiteres Gutachten und ein weiterer Ortstermin müssen sein, berichtet Bürgermeister Christian Pröbst auf Nachfrage unserer Zeitung.

Wartenberg – Das Gutachten soll klären, ob der Hang vor dem Beginn der privaten Bauarbeiten unterhalb des Hanges standsicher war. Es geht ja darum, dass nach Bauarbeiten unterhalb des Hanges dieser dermaßen abgerutscht ist, dass der Wendehammer oben aus Sicherheitsgründen zeit- und teilweise hat gesperrt werden müssen mit der Folge, dass auch die Müllabfuhr Probleme hatte. Der Wendehammer kann verkehrsrechtlich weiter nicht freigegeben werden.

Seit 2019 klagt die Marktgemeinde Wartenberg gegen den Bauherrn eines Hauses unterhalb des Hangs und gegen die beauftragte Baufirma. Es gilt zu klären, wer für die Sanierung des Steilhangs aufkommt – eine kostspielige Angelegenheit. Wie Pröbst vergangenen Oktober betonte, gebe es mit dem Beklagten ein „gutes Miteinander“, aber gerichtlich müsse eben eine Lösung gefunden werden.

Eine emotionale Angelegenheit war im Juni 2019 der Ortstermin unter der Leitung des damals zweiten Bürgermeisters Peter Schickinger mit den frustrierten Anwohnern. Nach Informationen unserer Zeitung klagen auch ein paar von ihnen gegen den Bauherrn. Immerhin hatte Schickinger mit der Feuerwehr sicherstellen können, dass von dieser Seite her alles funktioniert.

Pröbst, der das Problem gewissermaßen von seinem Amtsvorgänger Manfred Ranft geerbt hat, bedauert die Länge des Verfahrens. Es gebe, schreibt er, bislang nicht einmal einen Termin für die neuerliche Ortseinsicht. Dabei gebe es bereits eine klare Aussage des Gerichts, die der Bürgermeister so zitiert: „Wer unten gräbt, muss vorher schauen, was oben ist.“

Klaus Kuhn/Markus Schwarzkugler

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