Haushalt 2016

Neuer Rekord wegen Altem Schulhaus

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Wartenberg – Der Wartenberger Etat war noch nie so groß wie heuer. Der Vermögenshaushalt ist um rund zwei Millionen Euro gewachsen. So viel kostet die Sanierung des Alten Schulhauses.

Der Haushalt der Marktgemeinde Wartenberg klettert in neue Höhen. Mit insgesamt 17,36 Millionen wird der Etat 2016 ein Rekordvolumen erreichen. Bürgermeister Manfred Ranft stellte den Entwurf am Mittwoch dem Marktrat vor. In einer Vorbesprechung mit den Fraktionsvorsitzenden seien schon erste Änderungen vorgenommen worden, berichtete Ranft.

Aus dem Verwaltungshaushalt wird der laufende Betrieb beglichen, zum Beispiel Personalausgaben. Dieser Teil des Etats steigt seit Jahren moderat: heuer nach dem Entwurf 10,26 Millionen im Vergleich zu 9,69 Millionen Euro im Vorjahr (2012: 8,53 Mio. e).

Einen Zwei-Millionen-Sprung macht dagegen der Vermögenshaushalt 2016. Darin stehen die geplanten Investitionen der Kommune. Das Volumen klettert auf 7,10 Millionen Euro; 2015 waren es noch 5,15 Millionen (2012: 2,20 Mio e).

Dieser Sprung hat einen Namen: Altes Schulhaus. 2,15 Millionen Euro sind für den Umbau des historischen Gebäudes auf dem Nikolaiberg in Sozialwohnungen eingeplant. Zuschüsse fließen nach dem Haushaltsentwurf heuer noch nicht. Erst 2017 erwartet die Gemeinde eine gute Million vom Freistaat. Das Vorhaben ist allerdings komplett kreditfinanziert. Der Markt nimmt heuer die gesamte Summe als neues Darlehen auf.

Eine halbe Million Euro ist für die Beschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs eingeplant. Dafür sieht der Etat aber auch Zuschüsse von Land und Landkreis über insgesamt 286 000 Euro vor.

Im Baugebiet Wartenberg West erwartet die Marktgemeinde Einnahmen von einer Million Euro aus dem Verkauf von Grundstücken. Jeweils weitere 400 000 Euro sind dafür in der Finanzplanung der Jahre 2017 bis 2019 angesetzt. Die Tiefbaumaßnahmen für die Erweiterung des Wohngebiets will sich die Marktgemeinde heuer 700 000 Euro kosten lassen. Im Gegenzug werden 450 000 Euro Einnahmen aus Ablösebeiträgen erwartet. Die Veräußerung von Grundstücken im Gewerbegebiet Thenn soll 460 000 Euro bringen.

Für die Dachsanierung am Gemeindekindergarten sind Ausgaben von 150 000 Euro angesetzt sowie weitere 100 000 Euro für die Herstellung von Parkplätzen dort. Allgemeine Tiefbaumaßnahmen an Gemeindestraßen stehen mit 300 000 Euro im Vermögenshaushalt, die Hochwasserfreilegung an Bächen und landwirtschatlichen Grundstücken mit 125 000 Euro.

Der Volkstrachtenverein erhält laut Etatentwurf eine Förderung von 175 000 Euro für den Bau des Vereinsheims am TSV-Gelände. Dem Skiclub Auerbach billigt der Marktgemeinderat bis 2020 pro Jahr 15 000 Euro. Bei Baukosten von 210 000 Euro betrage der Zuschuss der Marktgemeinde insgesamt 75 000 Euro, rechnete Ranft vor. „Ich denke, das ist bei der Eigenleistung nicht viel.“

Eine weitere Bitte des Skiclubs sei „eigentlich eine Formsache“, erklärte der Bürgermeister: die Verlängerung des Pachtvertrags für das Schanzengelände. Der Marktrat stimmte geschlossen für einen Vertrag ohne Pachtzins bis Ende 2066. Die Mitglieder im Marktgemeinderat waren sich sicher, dass sie persönlich nicht mehr über eine weitere Verlängerung befinden werden.

Steuern & Umlagen:

Einnahmen: Einkommensteuer: 3,06 Mio. e (2015: 2,88 Mio. e); Gewerbesteuer: 1,5 Mio. e (1,5 Mio. e); Schlüsselzuweisungen: 635 000 e (561 000 e); Grundsteuer B: 440 000 e (430 000 e). Ausgaben: Kreisumlage: 2,11 Mio. e (1,84 Mio. e).

Timo Aichele 

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