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Verstärkung für den Sanitätsdienst in Wartenberg: Diana Facchini und Benjamin Buchinger starten am 1. Juli mit einer Bereitschaft der Johanniter.

Neues Angebot im Sanitätswesen 

Johanniter gehen in Wartenberg an den Start

Das Sanitätswesen in Wartenberg steht vor einer Verstärkung: Die Johanniter bauen eine eigene Bereitschaft auf. Sie soll am 1. Juli in Dienst gestellt werden.

Wartenberg– Die neue Bereitschaft der Johanniter in Wartenberg wird nach dem aktuellen Planungsstand von Anfang an mit einem eigenen Rettungswagen ausgestattet sein. Die Beschaffung läuft bereits. Verantwortlich hierfür sind Diana Facchini und Benjamin Buchinger, die vom Regionalverband für diese Funktionen bereits bestätigt sind. Es wird regelmäßige Dienstabende geben, zunächst zwei im Monat. Schulungen und Sanitätskurse sollen zum Programm gehören und sich an die breite interessierte Öffentlichkeit richten.

Erstmals vorgestellt hat sich die Gruppe am Rand des Kreisfeuerwehrtags in Langenpreising, wo die Johanniter gleich zwei Rettungswagen aufgefahren hatten. Facchini stellte in diesem Zusammenhang im Gespräch mit der Heimatzeitung aber klar: „Wir sind nicht Teil der Rettungskette.“ Auch sei nicht daran gedacht, den First Respondern der Feuerwehren Konkurrenz zu machen.

Aktuell gehen die Verantwortlichen von zehn Mitgliedern aus, aber es dürfen gern mehr werden. Mitte Juli soll es einen Informationstag dazu geben. Rettungsdienstleiter Christian Haberkorn konnte noch nichts Genaueres sagen. Dazu sei das alles noch viel zu neu, bat er um Verständnis. Tatsächlich waren die Funktionsträger beim Kreisfeuerwehrtag, als sie sich mit ihrer Ausrüstung vorstellten, noch keine zwei Wochen im Amt.

Die Johanniter bieten ihre Hilfe zum Beispiel bei Veranstaltungen von Vereinen an, aber auch bei Großschadenslagen. „Dann haben wir auch einen anderen Vorlauf“, erklärt Haberkorn zur Organisation.

Weil das alles noch so neu ist, fehlt es den neuen Helfern freilich noch an der Infrastruktur. So sind sie auf der Suche nach einer geeigneten Fahrzeuggarage, die wegen der Größe des Rettungswagens eine Höhe von drei Metern haben und obendrein im Idealfall beheizbar sein muss. Mindestens ein Stromanschluss für die Versorgung des Fahrzeugs ist erforderlich. Warum es ein ausgewachsener Rettungswagen, wenn auch ein gebrauchter, sein muss, ist für Haberkorn ganz klar: „Das ist das Reservefahrzeug, falls das in Langenpreising stationierte mal in der Werkstatt ist. Dann bleiben wir voll einsatzfähig.“ Möglich werde das alles durch die bereits laufende gute Kooperation mit der Klinik Wartenberg, wo die Johanniter bekanntlich das Demenz-Café betreiben.

Facchini deutete an, dass hierin auch die Keimzelle für die neuen Aktivitäten im Markt zu suchen sei. Eine enge Kooperation finde zudem mit der in Langenpreising bestehenden Rettungswache statt. Hier bestehe auch die Möglichkeit, mal ein Praktikum zu machen.

Von Klaus Kuhn

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