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Nikolausmarkt Wartenberg 

Eine himmlische Lichterschau zum Start

Zum 34. Mal fand am Wochenende der Nikolausmarkt statt. Neben allerlei Kulinarischem gab es auch viel Selbstgemachtes. Die Strickwaren von Petra Bergmaier zum Beispiel, die wir an ihrem Stand besucht haben.

Von Klaus Kuhn

Wartenberg – Es war ein holpriger Start für Verkäufer und Besucher beim Nikolausmarkt am vergangenen Freitag. Dabei hatte sich Wartenbergs Zweiter Bürgermeister Peter Schickinger so einen schönen Einstieg ausgedacht: Eine Lichterschau sollte es werden. Alles dunkel, und zuerst einmal den wunderschönen Christbaum anschalten, dann die übrige Platzbeleuchtung und erst dann nacheinander die einzelnen Stände.

Die „Lightshow“ kam. Aber gründlich anders, als der Bürgermeister das gewollt hatte: Ein greller Blitz zuckte über den Himmel, unmittelbar gefolgt von einem krachenden Donner. Kurz, aber heftig fegten Windböen über den Platz, peitschten Schnee vor sich her, Sonnenschirme und Platzdekoration gleich mit. Zum Glück gab es keine größeren Schäden.

Auch an Stand 15 musste Petra Bergmaier kurzzeitig alles, was sie zusammen mit Carla Marx so schön ausgebreitet hatte, schnellstens wieder zusammenraffen oder zudecken. Denn was sie im Angebot hatte, verträgt keine Feuchtigkeit.

„Ich bin Fernsehstrickerin“, erzählte sie. Will heißen: Das Programm ist im Grunde uninteressant: Trachtenjacken für Kinder und Erwachsene, Puppen und viele andere Dinge zaubert sie mit ihren Stricknadeln. Die 59-jährige kaufmännische Angestellte kommentierte: „Da kann ich mich gut entspannen.“ Für eine Puppe – Einhörner sind gerade wohl mächtig im Trend und gingen bei ihr in Klein-Serie – braucht die kreative Wartenbergerin drei Fernsehabende, für eine Trachtenjacke etwas mehr.

Abnehmer für ihre farbenfrohen Handarbeiten sind unter anderem die Enkelkinder. Kundschaft ist aber auch das Publikum mit Kindern beim Nikolausmarkt, den sie jetzt schon zum dritten Mal aufsuchte, und für den sie sich jedes Jahr etwas Neues einfallen lässt. Dabei sind auch die Enkel wohl an den Entwürfen nicht unbeteiligt, wie sie andeutete.

Nur eine Frage konnte Bergmeier nicht beantworten: Wie viel Kilogramm Wolle sie so übers Jahr gesehen verstrickt. Selbst intensives Nachrechnen, etwa auf der Basis von rund 20 Jacken, die in zwölf Monaten entstehen, kam sie nicht drauf. „Das sollte ich echt mal nachwiegen.“

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