Sanierung

Parkett und Holzfenster fürs Alte Schulhaus?

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Wartenberg – In welchem Standard soll das Alte Schulhaus ausgebaut werden? Diese Frage wurde im Marktrat leidenschaftlich diskutiert.

Bürgermeister Manfred Ranft (FWG) verkündete einen Beschluss des Hauptausschusses. Demnach sollen die Wohnungen nun doch keine Einbauküchen erhalten sowie die Holzfenster keine Alu-Vorsatzschalen. „Eventuell fallen auch die Kosten für die Brandschutzdecken weg“, berichte Ranft. Unterm Strich könnten so 115 000 Euro eingespart werden. Am Echtholzparkett will die Gemeinde allerdings nicht sparen.

Das wollte Georg Furtner (NMW) so nicht stehen lassen. „Wir richten da ein Gebäude her, das die nächsten 25 Jahre von sozial Benachteiligten und anerkannten Asylbewerbern bewohnt wird“, sagte er, „und wir statten das mit Materalien aus, die sich die wenigsten privaten Hausbauer leisten würden“. Daher plädierte er für deutlich billigeren Laminatboden und Kunststofffenster.

„Der Architekt hat uns gebeten, an diesen Böden festzuhalten, weil sie sehr strapazierfähig sind“, entgegnete Ranft. Nikolaus Hintermaier, FDP-Rat und Zimmermeister, bestätigte das. „In München wird in sämtlichen Altbauwohnungen dieser Parkettboden verbaut. Der hält 50 oder 60 Jahre“, sagte er. Außerdem werde künftig die Entsorgung von Kunststoff sehr teuer werden. Eduard Ertl (NMW) sprach sich für Kunststofffenster aus. Holzfenster müssten häufig gestrichen werden. „Darum bin ich auf die Aluschalen gekommen“, antwortete Ranft.

Über all diese Themen soll nun der Hauptausschuss erneut beraten. Ohne die diskutierten Einsparungen stehen bisher für die Sanierung Gesamtkosten von 2,4 Millionen Euro im Raum. Über die Gestaltung der Außenanlagen sei noch nicht entschieden, sagte Ranft in der Sitzung. Er wolle „schauen, dass wir damit in ein Programm zusammen mit der Nikolaibergstraße kommen“. Dann könnten eventuell weitere Zuschüsse fließen.

Timo Aichele

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