Neue Werbeanlagensatzung

Vor Plakaten geschützt werdensoll der Historische Ortskern von Wartenberg

Wartenberg - Großflächige Werbung im historischen Ortskern – das will der Marktrat Wartenberg per Verordnung verhindern

 Der Markt Wartenberg will keine Plakatwände in der Ortsmitte. Das gibt es jetzt schwarz auf weiß: in Form der Werbeanlagensatzung, die der Marktrat am Mittwoch verabschiedet hat. Dafür hatte sich das Gremium zu einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung getroffen. Denn der Anlass für diesen Verwaltungsakt ist ein konkreter Antrag, der den Kommunalpolitikern gar nicht gefällt: eine große Anschlagtafel am so genannten Angermaier-Haus an der Kreuz Strogen-/Thenner Straße (wir berichteten).

Das Ziel ist laut dem Text der Verordnung, „den Marktplatz vor unverhältnismäßig störender Werbung zu bewahren und das kulturell wertvolle und touristisch attraktive Erbe des Marktes Wartenberg als Wittelsbacher Ursprungssitz zu erhalten“. Gelten soll die Satzung im Bereich der ersten Häuserreihe rund um den Marktplatz inklusive Angermaier-Haus, Sparkasse, Tankstelle und den Geschäftsgebäuden an der Hauptstraße.

Die Unternehmer im Ort werden nicht eingeschränkt. Die Satzung erlaubt ausdrücklich „Werbeanlagen am Ort der Leistung“, wie Firmenembleme oder Hinweise auf einen Winterschlussverkauf. „Es geht um auswärtige Werbung an den Häusern des historischen Innenbereichs“, erläuterte Bürgermeister Manfred Ranft (FWG).

Verwaltungsleiter Maximilian Sertl hatte nur zwei Wochen Zeit, um die Satzung auszuarbeiten. Erste Gespräche mit dem Landratsamt führte er bereits. Die Behörde habe darauf hingewiesen, dass die Belange der Gewerbetreibenden mit den ortsgestalterischen Gründen abgewogen werden müssen, berichtete Sertl. Diese Formulierung war dann auch Teil des Beschlusses.

Mit der Rechtsanwaltskanzlei der Marktgemeinde habe er sich beraten, sagte Sertl. Grundsätzliche Bedenken hätten die Juristen nicht. Der Ausgang der behördlichen Prüfung sei aber ungewiss, ließ der Geschäftsleiter in der Sitzung durchblicken.

Stuhlberger-Antrag passé

Vier Personalwohnungen am Produktionsstandort der Metzgerei Stuhlberger im Gewerbegebiet Aufham – dieser Antrag hatte in der Sitzung zuvor für Debatten gesorgt. Nun berichtete Bürgermeister Ranft, dass das Unternehmen den Antrag zurückgezogen hat.

von Timo Eichele

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