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Planungen im Josefsheim

Montessori-Schule in Wartenberg

In Wartenberg steht eine Schule leer. Nun will der Montessori-Verein Moosburg dort einziehen. Staatskanzleichef Florian Herrmann sieht gute Chancen – allerdings erst im September 2019.

Wartenberg – Überraschung auf dem Nikolaiberg in Wartenberg: Gerade hat dort die letzte Abschlussfeier der Privaten Heimvolksschule St. Josef stattgefunden, schon steht die nächste Schule in den Startlöchern. Der Montessori-Verein Moosburg hat ein Auge auf das Josefsheim geworfen und will dort den Schulbetrieb nach Möglichkeit schon am 11. September starten. Staatskanzleichef Florian Herrmann erklärt auf Nachfrage der Heimatzeitung, dass er bei der Schulgründung gute Erfolgsaussichten sehe. Allerdings werde es wohl erst zum Schuljahr 2019/20 etwas werden. 

In Wartenberg geht es um eine Übergangslösung. Der Montessori-Verein will eine eigene Schule in Wang bei Moosburg errichten und braucht für die Zeit des Baus eine genehmigungsfähige Alternative. Wie lange die Arbeiten in Wang dauern könnten, ist noch vollkommen offen. Dieser Tage hat der Vorstand des Montessori-Vereins mit dem Leiter des Josefsheims, Martin Hagner, das Gelände und das Gebäude besichtigt und war angetan. Im Josefsheim steht man dem Vorhaben offen gegenüber. „Wir prüfen das sehr gerne, wir prüfen das sehr wohlwollend, und wir haben unsererseits auch Interesse, aber diese Prüfungen stehen noch am Anfang“, bestätigt Hagner auf Nachfrage. 

Der Verein sei schon bei der Regierung von Oberbayern vorstellig geworden. In der Behörde habe man nach den Worten des Vorsitzenden Thomas Becker „relativ verblüfft“ reagiert. Schon am heutigen Montag könne der Verein der Behörde Details zur Nutzung der Gebäude vorlegen. „Das war ja bis jetzt öffentliche Schule. Also brauchen wir praktisch gar nichts. Da liegt ja das Spannende“, erklärt Becker.

„Neben der Schule, die die vollständige Infrastruktur für uns beinhaltet, stehen ausreichend Flächen zur Verfügung, auf denen wir unsere agrarwirtschaftlichen Vorhaben nebst Hühnerhaltung realisieren können“, erläutert Becker. Eine professionelle Großküche, eine Turnhalle und Werkräume runden den Standort neben dem riesigen Gelände mit Spielgeräten und Flächen zum Toben ab. 

Die Montessori-Schule Moosburg sieht eine agrarwirtschaftliche Ausrichtung vor. Diese pädagogische Konzeption sei bereits als genehmigungsfähig bezeichnet worden, berichteten die Verantwortlichen. Der Vorstand habe erst dieser Tage auf Ministerebene Gespräche über die Genehmigung der Schule geführt. Nach ersten Widerständen aus der Regierung hat Becker ein Gespräch mit Florian Herrmann und dem Regierungsvizepräsidenten geführt. Jetzt müsse bis zum 3. August eine Entscheidung her, schreibt Becker. 

Nun braucht der Vorstand die Rückmeldung interessierter Eltern oder neuer Interessierter aus dem Norden des Landkreises Erding. Becker nennt einige Vorteile des Standorts: Busverbindung zum Bahnhof Moosburg, eine vorhandene Mittagsbetreuung, die die Schule mit nutzen darf. Auch das ist Becker zufolge mit dem Josefsheim bereits abgestimmt. „Wir brauchen vorerst keine eigene zu installieren.“ Becker ging sogar schon in die Details und schrieb, dass für jüngere Schüler eine Busbegleitung organisiert werden könne. Der Montessori-Verein Moosburg steht – sollte das Unmögliche wahr werden und der Schulbetrieb am 11. September starten – vor „heißen“ Sommerferien.

Klaus Kuhn

Informationen  auf www.montessori-moosburg.de


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