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Reaktion des Wartenberger Bürgermeisters auf Kritik

Ranft: Plan immer ohne Verkehrsinsel

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Wartenberg - Eine zurückgebaute Verkehrsinsel in Pesenlern ist für die SPD Grund zur Attacke auf Manfred Ranft. Der Wartenberger Bürgermeister wehrt sich.

Deftig gingen die drei SPD-Markträte in der Jahreshauptversammlung ihres Ortsvereins zur Sache. Vor allem Bürgermeister Manfred Ranft war Zielscheibe der Kritik. Der FWG-Politiker wehrt sich nun. Den teilweise beißenden Tonfall der Reden lässt Ranft unkommentiert – unter anderem hatte ihm Michael Gruber „ein Übermaß an Arroganz“ attestiert. In der Sache widerspricht er allerdings Grubers Darstellung zur Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Pesenlern – Felben.

Gruber hatte erklärt, dass der Marktgemeinderat über ein Jahr lang auf dem Stand gewesen sei, dass die Verkehrsinsel am Ortseingang von Pesenlern erhalten bleibt. Erst kurz vor Baubeginn habe es eine neue Planung ohne die Insel gegeben.

„Es gab immer nur eine Planung“, schreibt Ranft nun. Bereits am 17. September 2014 habe er im Marktgemeinderat berichtet, dass das Straßenbauamt den Rückbau der Verkehrsinsel empfiehlt. Laut Sitzungsniederschrift stimmte das vollständig anwesende Gremium geschlossen zu.

Die Planung habe er den Markträten am 28. April 2015 zur Verfügung gestellt, berichtet Ranft weiter. In der Sitzung Mitte Juli 2015 sei erneut vorgeschlagen worden, die Insel zu erhalten. „Am 24. Juli habe ich dazu in einer E-Mail ausführlich Stellung genommen“, schreibt Ranft an die Heimatzeitung. Damit stellt er sich gegen den Vowurf Grubers, der Bürgermeister habe es nicht für nötig befunden, darüber zu berichten.

„Die unmittelbaren Anwohner sind geteilter Meinung. Es geht ihnen nicht um die Insel an sich, sondern um Verkehrsberuhigung“, schrieb Ranft damals an alle Markträte. Nun steht dort eine Tempo-Anzeigetafel, die die Verkehrsteilnehmer disziplinieren soll.

Ranfts Fazit: „Die Aussage, die Sanierung dieser Straße sei eine Fehlleistung gewesen kann man allein damit widerlegen, dass die Maßnahme vom Straßenbauamt befürwortet und bezuschusst wurde.“ Gruber wird da anderer Meinung bleiben. In der SPD-Versammlung hatte er sich darüber mokiert, „dass Wartenberg wohl die einzige Gemeinde in Deutschland ist, die eine Verkehrsinsel zerstört, um den Verkehr zu beruhigen“.

Von Timo Aichele

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