Wartenbergs Bürgermeister Christian Pröbst
+
Wartenbergs Bürgermeister Christian Pröbst

Wartenberger Bauausschuss senkt auch für abgespecktes Vorhaben den Daumen

Reiterhof bei Schachtelberg fällt zum zweiten Mal durch

Auch im zweiten Anlauf hat der Wartenberger Bau-, Planungs- und Umweltausschuss einen Reiterhof bei Schachtlberg an der Lindenallee abgelehnt.

Wartenberg – Schon im Juli hatte es ein deutliches Nein gegeben: Zu groß, zu gefährlich an der Kreisstraße, zu dicht am Naturdenkmal Lindenallee, Konflikte mit Jägern wegen Störung des Wildbestands im nahen Wald – das waren damals die Ablehnungsgründe. Vor allem die riesige Gebäudefront mit Reithalle sowie rechts und links davon Stallungen hatten das Gremium regelrecht erschreckt.

Jetzt kam eine stark abgespeckte Variante auf den Tisch. Eine Querung der Kreisstraße entfällt dabei, weil die Anlagenteile, die vorher auf der anderen Seite der Straße angeordnet waren, jetzt auf dem Gelände integriert worden sind. Pensionspferde sind nun ausgeschlossen, auch Turniere und Ausritte.

Der Schwerpunkt liegt laut Antragsteller auf dem Dressurbetrieb. Für die Bedenken wegen der 60 Meter langen Halle äußerte er zwar Verständnis, meinte aber, dass diese Größe für Dressurpferde vorgeschrieben sei.

Auch intensive Besprechungen im Vorfeld der neuerlichen Beratung im Ausschuss hatten keine grundsätzlich neue Lage erbracht. Dominik Rutz (Grüne) beispielsweise machte deutlich, dass er sich einen Ersatz der bestehenden Bebauung vorstellen könne, mehr aber auch nicht. Das war schon seine Meinung in der Juli-Sitzung gewesen, und auch jetzt erhielt er dafür Rückenwind: Martin Hamberger (CSU) nannte die Planung überdimensioniert. Am Ende war es nur Bürgermeister Christian Pröbst, der sich vorstellen konnte, mit der verkleinerten Planung ins Verfahren zu gehen. Letztlich müsste auch dafür der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Das entfällt jetzt wohl.  klk

Auch interessant

Kommentare