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Rockelfinger Brücke: Neubau aus Stahl

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Die neue Rockelfinger Brücke soll eine Stahlkonstruktion werden. Das beschloss der Marktrat Wartenberg.

Wartenberg Es war eine Mehrheitsentscheidung. Mit 14:3 Stimmen sprach sich der Marktrat für die Stahlkonstruktion aus. Planer Christian Eltschig hatte auf Wunsch aus dem Gremium für den Fußgängersteg über die Strogen auch eine Alternativplanung aus Holz vorgestellt. Bei beiden Varianten seien die Kosten ähnlich hoch, erklärte der Bauingenieur, ohne Genaueres zu verraten.

Eine Stahlbrücke halte allerdings länger: 100 Jahre im Vergleich zu 60 bei Holz. Er habe die Brücke 2015 das erste Mal untersucht, sagte Eltschig. Die Aufgabe war, die Stauwirkung der Brücke beim nächsten Hochwasser zu vermindern. Mit seinen Entwürfen könnten zusätzlich 40 bis 50 Zentimeter Durchflusshöhe erreicht werden, erklärte Eltschig. Doch darüber hinaus habe er festgestellt, dass bei der bisherigen Stahlbetonbrücke Sigma-Baustahl verwendet wurde – ein Material, das gerade in feuchter Umgebung leicht zu rosten anfängt. „Das waren Bausünden“, sagte der Ingenieur.

Um die Kosten möglichst gering zu halten, sollen die Fundamente erhalten bleiben. Die Brücke mit 18 Meter Spannweite könne sowohl aus Holz als auch aus Stahl so gebaut werden, dass die untere Konstruktion niedrig und damit die Durchflusshöhe maximal groß ist. Für die Stahlvariante schlug Eltschig als Boden eine beschichtete Stahlwanne vor. „Das ist sehr griffig“, erklärte er.

Insbesondere Michael Paulini sprach sich für Holz aus. „Wir verbinden die Kirche mit dem Friedhof. Das ist ein Weg, der häufig gegangen wird. Das sollte schon gefällig aussehen“, sagte der SPD-Rat. Ein Bodenbelag aus Holzbohlen sei „sehr freundlich, aber rutschiger bei Feuchtigkeit“, antwortete der Ingenieur. Er wird auf der Grundlage des Ratsbeschlusses weiterplanen.

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