„Alle helfen zusammen“: Das Haus für Kinder kann trotz einer hohen Zahl an Mitarbeiterinnen in Quarantäne geöffnet bleiben. ArchivFoto: Roland Albrecht
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„Alle helfen zusammen“: Das Haus für Kinder kann trotz einer hohen Zahl an Mitarbeiterinnen in Quarantäne geöffnet bleiben.

Zwei positive Corona-Tests

Neun Mitarbeiterinnen in Quarantäne: Wartenberger Haus für Kinder bleibt dennoch geöffnet

  • Markus Schwarzkugler
    VonMarkus Schwarzkugler
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Unter anderem neun Mitarbeiterinnen mussten nach zwei positiven Corona-Tests im Wartenberger Haus für Kinder in Quarantäne. Dank kreativer Lösungen bleibt die Einrichtung dennoch geöffnet.

Wartenberg – In der kommunalen Kita des Marktes Wartenberg, dem Haus für Kinder, sind zwei Mitarbeiterinnen positiv auf Corona getestet worden. Wie bereits am Dienstag berichtet, sind daraufhin vier Kinder und neun Mitarbeiterinnen in Quarantäne geschickt worden. Nicht gerade eine geringe Zahl. Leiterin Sylvia Kebesch berichtet auf Nachfrage unserer Zeitung allerdings, dass eine vorübergehende Schließung nicht infrage kommt. Man hat sich nämlich was einfallen lassen.

Der Erzieherin zufolge lagen die positiven Testergebnisse am vergangenen Freitag vor. Positiv getestet worden seien eine Reinigungskraft und eine Mitarbeiterin aus dem pädagogischen Bereich. Letzterer zählt insgesamt 24 Personen.

„Es ist natürlich nicht so einfach, wenn neun Leute ausfallen. Aber wir haben uns gemeinsam überlegt, was wir machen können“, sagt Kebesch. Dabei kam die Idee auf, die Kollegen von der Mittagsbetreuung als Aushilfe einzuspannen. „Die sind aktuell nämlich noch ohne Kinder.“

Außerdem habe man die Eltern angeschrieben, ob der eine oder andere sein Kind nicht zuhause lassen könnte. Dankenswerterweise, so die Leiterin, seien manche dem nachgekommen. Außerdem würden Pflegerinnen beziehungsweise Erzieherinnen zu Zeiten einspringen, in denen sie normalerweise keinen Dienst hätten.

Kebesch zufolge konnten letztlich zwei Krippengruppen vorübergehend zusammengelegt werden – die Kinder der Pusteblume kamen zur Sternchengruppe. Insgesamt zählt die Einrichtung 122 Kinder, verteilt auf acht Gruppen – fünfmal Kindergarten und dreimal Krippe.

Wie Kebesch versichert, war eine Schließung des Hauses nie Thema: „Einen Notbetrieb hätten wir auf alle Fälle aufrecht erhalten.“ Für ihr Personal hat sie ein großes Lob übrig: „Alle helfen zusammen. Das ist schön.“  

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