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Staffelübergabe: Gabriele Mundigl (l.) ist Vorgängerin und Nachfolgerin von Ramona Scherer. 

Gabriele Mundigl ist zurück

Seniorenzentrum Wartenberg: Die Neue ist die Alte

Gabriele Mundigl ist wieder da. Dieser Tage wurde sie im Seniorenzentrum Wartenberg herzlich zurück empfangen. Sie übernahm den Chefposten offiziell von Ramona Scherer, die das Haus desselben Trägers in Massing leiten wird.

VON KLAUS KUHN

Wartenberg– Die 59 Jahre alte Mundigl war schon von 2008 bis 2014 Leiterin des Wartenberger Seniorenzentrums und hat sich dabei einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Danach übernahm sie die Leitung des in Erding neu aufgebauten Pichlmayr-Seniorenzentrums, das mit 109 Plätzen mehr als doppelt so groß ist wie die Wartenberger Einrichtung. Der Personalwechsel erfolgte in Harmonie. „Ich gehe aus persönlichen Gründen“, sagte Scherer und fuhr fort: „Es ist gut, wie es ist. Herzlichen Dank für die wunderschöne Zeit.“ Mundigl machte es mit ihrer Vorstellung kurz: „Ich bin die neue alte.“

Die fünf Jahre in Erding bezeichnete sie als eine große Herausforderung, bei der sie viel gelernt habe und die sie auch nicht missen möchte. Zugleich aber machte sie deutlich, dass sie in der Großen Kreisstadt wohl nie wirklich angekommen ist: „Die Erdinger sind ein bisschen unnahbar. Da ist keiner, der schnell sagt: Da machen wir mit!“ Gegenüber den Medienvertretern wurde sie bei dem kleinen Empfang deutlicher: Während in Wartenberg Auftritte von Vereinen nie ein Problem seien, sei sie in Erding zuerst mit teilweise sehr konkreten Forderungen, was die Gage angeht, konfrontiert gewesen.

Mundigl hatte sich in ihrer ersten Zeit in Wartenberg als eine ausgezeichnete Netzwerkerin erwiesen. Darauf konnte ihre Nachfolgerin Scherer aufbauen. Dass sie das mit Erfolg getan hat, zeigte die fröhliche Runde beim Empfang: Es waren praktisch alle Vereine, mit denen das Wartenberger PichlmayrHaus zusammenarbeitet, vertreten. Hinzu kamen Schule und Kommunalpolitik.

Vizebürgermeister Peter Schickinger sagte über Scherer: „Es gibt ganz viele weinende Augen.“ Die Zusammenarbeit mit der Einrichtungsleiterin bezeichnete er als ausgezeichnet. Dann wandte er sich an Mundigl: „Mit ihnen allerdings...“ Dann gab es Tränen vor lauter Lachen. Irgendwie kriegte Schickinger doch noch die Kurve und gab seiner Freude über die Rückkehr Mundigls Ausdruck. Das tat er aber auf eine Weise, mit der er möglicherweise Oberbürgermeister Max Gotz gegen sich aufgebracht haben könnte: „Wir wissen ja, was Sie hinter sich haben in Erding.“

Mundigl ist im Hause Pichlmayr inzwischen an Stelle zwei, was die Dienstzeit als Einrichtungsleiterin angeht. In Wartenberg wolle sie nun bis zur Rente bleiben. In einem Haus dieser Größe sei eine eigene Pflegedienstleitung in der Regel nicht vorgesehen. Katharina Hillemeier, seit neun Jahren im Unternehmen, habe diese Funktion derzeit inne, werde aber nur bis Ende des Jahres bleiben. Doris Seemaier, seit elf Jahren im Unternehmen, ist stellvertretende Pflegedienstleiterin und wird dem Wartenberger Haus eigenen Angaben zufolge treu bleiben.

Wie sehr sie sich freut, wieder in Wartenberg tätig zu sein, machte Mundigl mehr als deutlich: „Es gibt sogar noch Bewohner, die ich kenne“, meinte sie. Dass noch so viele Mitarbeiter da seien, die schon im Haus gearbeitet hätten, als sie Leiterin gewesen sei, bezeichnete sie als ein gutes Zeichen für das Klima im Haus.

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