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Toben und pritscheln: Die neue Attraktion des Spielplatzes an der Thenner Straße ist das Wasserspielgerät.

Ein Spielplatz mit Flutmulde

Ein Spielplatz mit Flutmulde

Wartenberg – Seit Jahrzehnten ist der Spielplatz an der Thenner Straße die Top-Adresse für Wartenberger Kinder. Jetzt wurde er komplett neu ausgestattet – und ist außerdem bei Überschwemmungen hilfreich.

Mit den Vorschulkindern der beiden Kindergärten ist am Montagvormittag der zentrale Spielplatz in Wartenberg nach einer völligen Umgestaltung neu eröffnet worden. Rund 50 000 Euro hatte die Marktgemeinde auf der Gelände an der Thenner Straße investiert.

In seiner kurzen Ansprache erinnerte Bürgermeister Manfred Ranft an die Gründe, die dazu geführt haben, dass der Markt diesen Spielplatz komplett neu erfinden musste: Zunächst war das große Spielgerät morsch. „Das ist bei einer Überprüfung nicht mehr durchgekommen.“

Der Hauptgrund für den großen Eingriff in das Gelände war die Kanalsanierung in der Thenner Straße samt einem Hochwasserkonzept für den ganzen Bereich, in dem der Spielplatz liegt. Die Erfahrungen der Vergangenenheit und Berechnungen von Fachleuten haben ergeben, dass der Spielplatz eine gewisse Dammwirkung hat und damit den Abfluss von Hochwasser aus Rockelfing verhindert. „Dann räumen wir den ganzen Platz ab.“ So habe der Beschluss des Marktrats daher gelautet, berichtete der Bürgermeister.

Daher wird der Spielplatz von eine Flutmulde zum Abführen der Fluten durchzogen, die eine Hängebrücke überspannt. Die meisten Geräte wurden neu beschafft. Fertiggestellt wurde die Anlage erst vor kurzem mit einem Rollrasen. Ein Dank des Bürgermeisters ging an den Kinderschutzbund, der sich immer für diesen Platz eingesetzt habe.

„Was gibt es Schöneres, als Kinder lachen zu hören“, meinte Pfarrer Henning von Aschen in seiner Ansprache und fand noch einen Vorteil: „Hier seid ihr sicher vor Autos.“ Diakon Sebastian Lenz sprach von „einem Platz, wo Kinder sein dürfen, wie Kinder nun mal sind.“ Gemeinsam baten sie um den Segen für diesen Spielplatz, bevor der Diakon den Rollrasen mit Weihwasser besprengte.

Hernach kam der Akt des Band-Durchschneidens, an dem natürlich die Kinder beteiligt waren. Leon Meyer vom kommunalen Haus für Kinder und Kyle van de Merve vom katholischen Pfarrkinderhaus durften mit dem Bürgermeister und anderen Offiziellen das Band durchschneiden.

Dann gab es kein Halten mehr, die Kinder stürmten den Platz. Dabei hätten sie beinahe sogar vergessen, dass Ranft Eis und Gummibärchen für die Kinder dabei hatte. Mund abwaschen nach dem Eisgenuss war kein Problem: Das Wasserspielgerät bezieht das kostbare Nass nämlich nicht aus der nahen Strogen, sondern aus der Trinkwasserleitung. Die Technik ist so einfach wie wirkungsvoll: Man dreht an einem Rad, treibt damit einen in der Säule verstecken Dynamo an, dessen Strom wiederum ein Magnetventil öffnet. Damit haben die Kinder auf dem Platz immer auch was zu trinken, was viele Vorteile hat. „Wir wollten Trinkwasser einsetzen, um kein Risiko einzugehen“, sagte Ranft der Heimatzeitung zu diesem durchdachten Detail.

20 Spielplätze hat der Markt Wartenberg insgesamt, rechneten Bürgermeister und Bauhofvertreter gemeinsam für die Heimatzeitung zusammen. Der in Wartenberg West wird noch erweitert, die Spielgeräte sind schon da, und so kündigte der Gemeindechef die nächste Einweihung noch vor den Sommerferien an.

Klaus Kuhn

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