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Volles Haus: Den Festgottesdienst im Saal des neuen Trachtenstadls leitete Pfarrer Gerhard Salzeder. 

Einweihung des Vereinsheims

Des Trachtlers neuer Stolz

Der Wartenberger Volkstrachtenverein hat seinen neuen Trachtenstadl eingeweiht. Damit gehen zwei Jahre zu Ende, in denen die Trachtler unermüdlich gewerkelt haben.

von Markus Schwarzkugler
und Julia Gebhart

Wartenberg – Nach zwei Jahren harter Arbeit war es nun soweit: Der Volktrachtenverein (VTV) Wartenberg hat seinen Trachtenstadl eingeweiht, und zwar mit einem feierlichen Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Gerhard Salzeder.

Rund 300 Gäste waren zum Festakt in den neuen Saal geströmt, bei dem nicht zuletzt VTV-Vorsitzender Sepp Korber durchschnaufen konnte: „Jetzt ist es endlich gut“, sagt er zur Heimatzeitung. Die vergangenen zwei Jahre „waren hart, das muss man schon sagen. Wenn du zwei Jahre eine Baustelle hast und du nebenbei noch in die Arbeit gehst und eine Familie hast...“ Wie viele Stunden ehrenamtliche Arbeit zusammengekommen sind – rund 40 der über 300 Mitglieder waren aktiv am Bau beteiligt – will Korber gar nicht wissen. „Die Stunden haben wir notiert, wir haben sie aber noch nicht zusammengerechnet. Es ist nicht wichtig, wie viel es war. Es ist ja für den Verein. Ohne die Unterstützung von Gemeinde und Landkreis wäre die Verwirklichung nicht möglich gewesen.“

Um Kosten zu sparen, haben die Mitglieder viel in Eigenregie gemacht, sagt Korber. So habe das Ganze letztlich eben auch ein bisschen länger, also zwei Jahre, gedauert. „Was wir beim Innenausbau selber haben machen können, haben wir selber gemacht, auch die Abwasserleitungen“, so der Trachtlerchef. Wenn nötig, unter fachlicher Aufsicht. „Wir haben die ganze Elektrik gemacht“, sagt der 60-Jährige, der als Elektriker ohnehin prädestiniert für den Job war. Estrich, Isolierungen und und und – all das wurde in Eigenregie erledigt. Um an den Maurerkosten zu sparen, haben die Trachtler auch Steine zugeschnitten.

Sogar am Einweihungsgottesdienst war der VTV fleißig beteiligt, und zwar vor allem der Nachwuchs. Pfarrer Salzeders Ministranten waren nämlich die Kinder des Vereins, die natürlich stilecht in Tracht auftraten. Die Lesungen übernahmen Bürgermeister Manfred Ranft und Peter Kroschwald. Musikalisch gestaltet wurde die Messe von den Wartenberger Sängerinnen und der Deandlmuse.

Ranft gratulierte in seinem Grußwort zum gelungenen Bau und wünschte dem Verein für die Zukunft alles Gute. In Vertretung für Landrat Martin Bayerstorfer schloss sich Bernd Scheumaier den Glückwünschen an, ebenso der Isargau-Vorsitzende Michael Unruh. Thomas Reischl, Vorsitzender des TSV Wartenberg, begrüßte die neuen Nachbarn seines Klubs und wünschte den beiden Vereinen ein gutes Zusammensein.

Die Chefs der Patenvereine, Anton Lechner von Waldeslust Grünbach und Anderl Schweiger jun. von den Stoaröslern Dorfen, drückten ihren Respekt vor der Leistung der Wartenberger aus und wünschten viel Glück, um den Stadl mit Leben zu füllen.

Beim Mittagstisch stärkten sich die rund 300 Gäste und genossen am Nachmittag die Auftritte der Tanzgruppen des Vereins. Außerdem ließen sie sich das Gebäude zeigen und bekamen die Bau-Chronik geschenkt. Das Hefterl hat der Verein 1000 mal drucken lassen. Am Ende durfte Korber nach der gelungenen Einweihung noch mal durchschnaufen. „Es wird in Zukunft sicher noch was geben, wo man sagt: ,Da geht noch was besser‘ “, meint er. „Aber grundsätzlich passt’s jetzt.“ Nach all der Arbeit ist das doch ein Fazit, das zufriedenstimmen darf.

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