1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Wartenberg

Verlassenes Anwesen darf nicht überbaut werden

Erstellt:

Kommentare

Verwunschen sieht es aus, das verlassene Anwesen an der Erdinger Straße in Wartenberg.
Verwunschen sieht es aus, das verlassene Anwesen an der Erdinger Straße in Wartenberg. © Klaus Kuhn

Wartenberg - Nicht groß überbaut werden kann ein Grundstück im Wartenberger Außenbereich, auf dem ein teils verfallenes Anwesen steht. Das Baurecht ist erloschen.

Das einstmals repräsentative Gebäude an der Erdinger Straße außerhalb von Wartenberg erinnert ein wenig an das Schloss des großen Zauberers Petrosilius Zwackelmann in Ottfried Preußlers „Räuber Hotzenplotz“: verwunschen, teils verfallen, seit Jahren unbewohnt. Jetzt hatte der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss des Marktgemeinderats die Frage zu beantworten, ob das Areal zum Innenbereich zählt oder dazu gemacht werden kann.

Für Bürgermeister Christian Pröbst (CSU) war die Sache klar: Da solle wohl ein Verkauf vorbereitet werden. Wenn diese große Fläche bebaut werden kann, sei sie deutlich mehr wert. Daraus wird aber nichts.

Nebenbei bekam der Ausschuss von der Verwaltung eine Spezialität des Baurechts serviert: Wenn im Außenbereich ein Gebäude zehn Jahre lang unbewohnt und damit „aufgegeben“ worden ist, erlischt jedes Baurecht. Einen vergleichbaren Fall gibt es im Nachbarkreis Freising, wo nach weit über zehn Jahren eine Brandruine im Außenbereich verkauft worden war, und der neue Eigentümer nun in die Röhre schaut, weil der Wiederaufbau durchfiel.

Dass das Wartenberger Grundstück Außenbereich ist, war für Verwaltung und Ausschuss unstreitig. Dass es seit zehn Jahren unbewohnt und in einem entsprechenden Zustand ist, bestätigten gleich mehrere Räte. Die Fläche zum Innenbereich zu machen, ginge nur über eine Bauleitplanung, die eine Ausweitung des Innenbereichs zur Folge hätte. Dafür sah niemand einen Anlass. Das Ansinnen fiel durch.  klk

Auch interessant

Kommentare