Um massive Behinderungen durch parkende Autos zu beseitigen wurde auf der Moosburger Straße in Wartenberg ein Halteverbot eingerichtet. Doch den Bürgern gefällt das nicht. Das Thema soll nun erneut im Marktrat aufgegriffen werden.
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Das Halteverbot auf der Moosburger Straße (rot markiert) gefällt nicht jedem Bürger. Nun soll das Thema wieder im Marktrat besprochen werden.

Nachteile unter anderem für Lieferverkehr

Wartenberg: Bürger gegen Halteverbot auf der Moosburger Straße

Um massive Behinderungen durch parkende Autos zu beseitigen wurde auf der Moosburger Straße in Wartenberg ein Halteverbot eingerichtet. Doch den Bürgern gefällt das nicht. Das Thema soll nun erneut im Marktrat aufgegriffen werden.

Wartenberg– Das Thema Verkehrsregelung in der Moosburger Straße wird der Wartenberger Marktgemeinderat noch einmal auf die Tagesordnung nehmen. Und das im September, wenn Fachstellen Vorschläge erarbeitet haben. Das kam bei einer Ortseinsicht des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses der Marktgemeinde heraus.

Es lagen Bürger-Anträge vor, das im Umfeld der Bushaltestelle eingerichtete Halteverbot wieder fallen zu lassen. Es war nach dem Bericht von Theresa Wannisch von der Verwaltung eingerichtet worden, weil es durch parkende Autos massive Behinderungen nicht nur für Busse, sondern auch für andere Großfahrzeuge gegeben hatte.

Halteverbot führt zu starken Benachteiligungen

Jetzt aber, so die Anwohner, gebe es für sie starke Benachteiligungen etwa beim Lieferverkehr, oder wenn Handwerker kommen. Auf die Bemerkung von Wannisch, dass dafür ja auch Ausnahmen gewährt werden könnten, wollten sich die Betroffenen nicht verlassen. Wie zur Bestätigung fuhr während der Ortseinsicht ein Pflegedienst vor und parkte auf dem Gehweg.

In der Moosburger Straße, die früher einmal die Hauptverbindung war, ist auf einem Großteil der Strecke bereits eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer angeordnet. Das hat bereits eine Menge bewirkt. Das Halteverbot ging auf einen Antrag von Eduard Ertl (Neue Mitte) zurück, der deshalb auch persönlich angegriffen wurde von einem der Anlieger.

„Die Autos werden immer auf der Straße parken“

Bürgermeister Christian Pröbst (CSU) griff daraufhin energisch durch und entzog dem Mann das Wort. Gleichwohl sagte er zu, dass sich das alle Beteiligten noch einmal anschauen. Bei der Ortseinsicht wurde unter anderem der Vorschlag entwickelt, auf der ganzen Strecke eine Rechts-vor-links-Regelung anzuordnen. Wannisch verteidigte die jetzige Regelung allerdings mit dem Hinweis, dass sie von allen Fachstellen als vernünftig angesehen werde.

Dominik Rutz (Grüne) merkte an: „Parkende Autos haben natürlich auch den Effekt, dass sie den Verkehr verlangsamen.“ Josef Sedlmaier (CSU) sah das jetzige System als gescheitert an: „Die Autos werden immer auf der Straße parken.“ Eduard Ertl sah das differenzierter: „Wir haben eine Stellplatz-Satzung“, erinnerte er die Kollegen. Bei der Gelegenheit gab es auch noch Nachhilfe für alle Verkehrsteilnehmer: 15 Meter vor und 15 Meter hinter einer Bushaltestelle darf sowieso nicht geparkt werden, und im Bereich von Einmündungen auch nicht.

Klaus Kuhn

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