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Grünen-Bürgermeisterkandidat Dominik Rutz.

Debatte um Heizungsanlage für Marie-Pettenbeck-Schule

Wartenberger Grüne fordern energetisches Gesamtkonzept

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Nach der jüngsten Schulverbandssitzung sind die Wartenberger Grünen mit den Entwicklungen hinsichtlich der geplanten Heizungsanlage für die Marie-Pettenbeck-Schule zufrieden. „Es wurde über neue Varianten mit Pellets und Wärmepumpen in Kombination mit Photovoltaik diskutiert. Das ist sehr begrüßenswert“, heißt es in einer Pressemitteilung. Weit genug geht das der Partei noch lange nicht.

Wartenberg – Melanie Falzetta, Spitzenkandidatin der Gemeinderatsliste und Lehramtsstudentin, die in der Marie-Pettenbeck-Schule als Hausaufgaben- und Nachmittagsbetreuerin arbeitet, sagt dazu: „Klimaschutz betrifft vor allem Kinder und Jugendliche, weshalb sie das in Demonstrationen für das Thema kundtun. Deshalb sollte sich die Marktgemeinde dafür einsetzen, auch die Schule klimafreundlich auszustatten und somit ein Vorbild sein.“

Die Grünen führen das Umdenken auf ihren offenen Brief vom Juli an Verband, Bürgermeister und Gemeinderäte zurück. Wie berichtet, forderte darin Bürgermeisterkandidat Dominik Rutz dazu auf, eine Wärmeversorgung der Schule mit erneuerbaren Energien untersuchen zu lassen. Im Marktrat hatte zuvor Michael Paulini (SPD) vehement Kritik an der Festlegung auf eine Gasheizung und ein Gas-Blockheizkraftwerk (BHKW) geübt.

„Leider ist ein Gas-BHKW als Teillösung immer noch nicht vom Tisch. Ein BHKW rentiert sich nur, wenn es möglichst viele Betriebsstunden läuft, um Strom zu produzieren. Das heißt, es müsste zum Teil im Sommer und in den Jahresübergangszeiten betrieben werden, wenn wenig Wärme gebraucht wird. Deshalb ist eine Wirtschaftlichkeit fraglich, und darüber hinaus ist es klimaschädlich“, schreiben die Grünen. Sie fordern: „Wir brauchen ein Gesamtkonzept für die Wärmeversorgung von Wartenberg.“

Rutz möchte die Möglichkeiten für ein Bürgerwärmenetz in Wartenberg untersuchen lassen. "So ein Nahwärmenetz könnte durch Wärmeleitungen Haushalte in Wartenberg mit Wärme versorgen. Betreiber könnte eine Bürgerenergiegenossenschaft sein. Das hätte für jeden Wärmeabnehmer den Vorteil, dass man keine eigene Heizanlage mehr bräuchte, sondern nur eine kleine Übergabestation. Dadurch würde in vielen Häusern ein Kellerraum für andere Nutzungen frei werden. Außerdem müsste sich nicht jeder individuell um die Versorgung mit Brennstoffen kümmern und das Geld für z.B. Hackschnitzel würde in der Region bleiben, statt es für Importe von Erdgas oder Heizöl aus anderen Ländern auszugeben. Schließlich wäre das ein echter Beitrag zum Klimaschutz in Wartenberg. Wir fordern, dass endlich angefangen wird, Zusammenhänge in der Marktgemeinde gesamtheitlich zu betrachten und nicht nur isolierte Einzelfalllösungen für Probleme zu suchen.

Zum Thema spricht er bei der Infoveranstaltung mit dem Titel „Ein Bürgerwärmenetz für Wartenberg, ein Beitrag zur klimaneutralen Marktgemeinde“ am Freitag, 10. Januar, um 19.30 Uhr im Reiterbräu.  

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