Der Wartenberger Bauausschuss hat den Bebauungsplan Weise-Berg I geändert. Damit soll eine Nachverdichtung ermöglicht werden.
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Die Garagen dürfen weg: Der Wartenberger Bauausschuss hat den Bebauungsplan Weise-Berg I geändert.

An der Robert-Weise-Straße

Mehr Wohnraum, weniger Garagen: Wartenberg will Nachverdichten

Der Wartenberger Bauausschuss hat den Bebauungsplan Weise-Berg I geändert. Damit soll eine Nachverdichtung ermöglicht werden.

Wartenberg – Der Markt Wartenberg geht ein großes Werk der innerörtlichen Nachverdichtung an und ändert zum sechsten Mal den Bebauungsplan Weise-Berg I. Der Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss befasste sich ausführlich mit diesem Vorhaben.

Anlass ist der Antrag eines Bauherrn, der in das Gebäude integrierte Garage als Wohnraum umnutzen und die Stellplätze an einem anderen Platz außerhalb des Hauptgebäudes nachweisen möchte. Um nun allen diese Möglichkeit einzuräumen und damit Gleichbehandlung herzustellen, wird der Bebauungsplan insgesamt geändert. Planer Franz Pezold nannte als Planungsziel ausdrücklich die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum.

Aus 75 Wohneinheiten können bis zu 104 werden

Es ist ein großes Gebiet: 30 000 Quadratmeter Grundstücksfläche, 50 Parzellen, aktuell 75 Wohneinheiten. Aus diesen 75 könnten dann bis zu 104 werden, ohne dass neue Wohnbauflächen ausgewiesen werden müssen. Dass nicht alle Eigentümer ausbauen werden, gilt für Pezold als sicher. Aber immerhin dürfen dann alle.

Pezold hatte anhand der Grundstücksgrößen festgestellt, dass hier eine Nachverdichtung durchaus möglich sei. 830 Quadratmeter seien es bei einem Einzelhausgrundstück, 450 bei einem Doppelhaus. „So große Grundstücke werden heute nicht mehr realisiert“, so der Planer. Dachgeschosse sollen leichter ausgebaut werden, Zwerchgiebel werden ermöglicht, die Dachneigung darf größer werden, und eben besagte Garagen in den zumeist am Hang gebauten Gebäuden dürfen zu Wohnungen werden.

Stellplätze sind ein Problem

Pezold aber musste sich vor allem um ein Thema kümmern: Wohin mit den vielen Autos? Schon jetzt erfüllt der Bebauungsplan nicht die Vorgaben der aktuell gültigen Stellplatzverordnung. Der Planer hatte einen erheblichen Mangel festgestellt: „Da sind Einliegerwohnungen ohne Stellplatz gebaut worden, die Autos stehen auf der Straße.“ Einigkeit herrschte im Gremium darüber, dass die Zahl der Fahrzeuge auf der Straße nicht überhand genommen habe.

Gleichwohl erntete Pezold Respekt für den penibel ausgerechneten Stellplatzplan für das ganze Baugebiet, der durchaus Stellplätze auch auf der Straße vorsah. Carports und Garagen dürfen nun auch außerhalb der Baugrenzen errichtet werden. Hier beschloss der Ausschuss die einzige Änderung am Planwerk: Diese Nebengebäude sollen Flachdächer bekommen, die zu begrünen sind. Ausnahme für die Begrünungspflicht: Dächer, auf denen Sonnenenergie gewonnen wird. Damit geht dieser Bebauungsplan in die erste Behördenrunde. 

Klaus Kuhn

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