Ab Dienstag gibt es auch in Wartenberg einen Familienstützpunkt. In einem Pressegespräch erklärten Landrat, Bürgermeister und Leiterin ihre Vorstellungen über die neue Einrichtung.
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Eröffnung in Masken- und Abstandszeiten: Bürgermeister Christian Pröbst, Landrat Martin Bayerstorfer und Leiterin Ursula Gänger (v. l.) sind glücklich über die Inbetriebnahme des neuen Familienstützpunktes.

Einrichtung eröffnet

Familienstützpunkt in Wartenberg: Eine Anlaufstelle im eigenen Ort

Ab Dienstag gibt es auch in Wartenberg einen Familienstützpunkt. In einem Pressegespräch erklärten Landrat, Bürgermeister und Leiterin ihre Vorstellungen über die neue Einrichtung.

Wartenberg – Der neue Familienstützpunkt, den der Landkreis im Wartenberger Bürgerhaus eingerichtet hat, öffnet erstmals am morgigen Dienstag seine Türen, zu den regulären Öffnungszeiten von 15 bis 17 Uhr. Bei einem Pressetermin anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme stellten Landrat Martin Bayerstorfer, Wartenbers Bürgermeister Christian Pröbst sowie die Leiterin des Stützpunktes, Ursula Gänger, ihre Ziele vor.

Gänger ist studierte Erziehungswissenschaftlerin, die sich mit 40 Jahren dieser universitären Ausbildung mit dem Abschluss „Magister“ noch unterzogen hat. Die verheiratete Mutter eines Kindes bringt bereits einige Erfahrungen mit: Seit 2015 war sie nämlich in der Flüchtlingsberatung und Integrationsberatung des Landkreises tätig.

Betrieb ist nicht eingestellt

Weitere Öffnungszeiten in Wartenberg sind donnerstags vormittags von 10 bis 12 Uhr. Der Aushang am Bürgerhaus, wonach der Betrieb eingestellt ist, sollte Ratsuchende nicht abschrecken, wie Pröbst sagte.

Dieser Aushang gelte unter anderem für die Jugendräume, aber nicht für die Einzelberatung. Wie mehrfach berichtet hatte der Markt Wartenberg großes Interesse an der Einrichtung dieses Familienstützpunktes angemeldet. Nach einer Pressemitteilung des Landratsamtes sollen Familienstützpunkte eine gut erreichbare erste Anlaufstelle für alle Fragen rund um den familiären Alltag sein, insbesondere für Fragen zu Erziehung.

Landrat dankbar für den Standort Wartenberg

Tatsächlich betonte Bayerstorfer bei diesem Pressetermin, dass die Integration der Erziehungsberatung eine Besonderheit im Landkreis sei. Er sei dankbar für die Möglichkeit im Markt Wartenberg und dafür, dass der frühere Bürgermeister Manfred Ranft sich hierfür noch eingesetzt hatte. Pröbst hatte nicht versäumt, seinen Amtsvorgänger zu diesem Termin einzuladen.

Am 12. September soll ein offizielles Eröffnungsfest stattfinden. Dieses kann wegen der aktuellen Lage nicht früher stattfinden, und die Verantwortlichen fanden einen Termin parallel zum Schulbeginn nicht schlecht.

Prävention geht vor Intervention

Gänger selbst verstand dieses Angebot als eine Möglichkeit für Eltern wie für Kinder gleichermaßen: „Kinder wissen gar nicht, wo sie hin gehen sollen.“ Prävention, betonte sie weiter, habe Vorrang vor Intervention. Sie freue sich über die aufgeschlossene Reaktion vor allem der Schulleiter in Wartenberg.

Bayerstorfer ging noch kurz auf die Geschichte ein, bei der eine Bedarfserhebung am Anfang gestanden habe. Dabei habe sich herausgestellt, dass Ratsuchende am liebsten in der eigenen Gemeinde eine Anlaufstelle hätten, höchstens vielleicht noch in der Nachbargemeinde. Gerade darum sei es so wichtig gewesen, in Wartenberg dieses Angebot zu schaffen.

Elterncafé geplant

Ohne Namen zu nennen äußerte Bayerstorfer Bedauern darüber, dass andere Gemeinden in der Verwaltungsgemeinschaft hier jede Beteiligung abgelehnt hätten. Tatsächlich hatte etwa der Gemeinderat von Berglern entschieden, dass Erding schon zu dicht dran liege mit allen Angeboten, die das Landratsamt hier bereitstelle.

Die Leiterin hatte auch schon weitere Pläne: So kündete sie an, dass der Versuch unternommen werden solle, einmal im Monat ein „Elterncafé“ anzubieten. Das gleiche könne sie sich aber auch für Kinder und Jugendliche vorstellen. Doch dafür muss wohl erst die Corona-Pandemie besiegt werden.

Klaus Kuhn

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