Bis September soll auf dem Platz an der Thenner Straße eine Orthopädie-Praxis entstehen. Dafür müssen die Wohnwagen weg und Container her.
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Die Wohnwagen müssen weg: An der Thenner Straße will der Markt Wartenberg eine Orthopädie-Praxis ansiedeln. Dafür müssen Container aufgestellt werden. 

Startklar im September

Wartenberg plant medizinisches Zentrum an der Thenner Straße

Bis September soll auf dem Platz an der Thenner Straße eine Orthopädie-Praxis entstehen. Dafür müssen die Wohnwagen weg und Container her.

Wartenberg – Der Markt Wartenberg steuert auf ein medizinisches Zentrum zu. Einstimmig beschloss der Marktgemeinderat, dazu am 1. Juli eine Sondersitzung abzuhalten, die sich ausschließlich diesem Thema widmet. Dazu sollen Experten eingeladen werden. Diese waren vor Kurzem von Bürgermeister Christian Pröbst (CSU) und seiner Stellvertreterin Carla Marx (Neue Mitte) in Frankfurt aufgesucht worden.

Ziel ist, die medizinische Versorgung im Ort langfristig zu sichern und zu verbessern. Dass der Markt Wartenberg einen Orthopäden gewinnen kann, ist gewissermaßen die Initialzündung für dieses Konzept. Auf dem Platz an der Thenner Straße, der der Gemeinde gehört, soll das Projekt zunächst in Containern realisiert werden. Pröbst ist bereits auf der Suche nach entsprechenden Modulen und erhielt in einem zweiten, ebenfalls einstimmig gefassten Beschluss den Auftrag, mit eben diesem Orthopäden unter Zuhilfenahme eines Fachanwalts einen Mietvertrag auszuarbeiten und dem Gemeinderat vorzulegen. Der Name soll erst im Juli bekannt gemacht werden.

Die ersten Patienten im September

Die Containerlösung muss sein, da für diesen Orthopäden die Zeit drängt. Die Genehmigung für die Errichtung einer Filiale in Wartenberg könnte sonst auslaufen, so der Bericht des Bürgermeisters im Gemeinderat. Er signalisierte, dass der Orthopäde sich mit einer solchen Lösung einverstanden erklärt habe, nachdem es in Wartenberg anders keine ausreichend großen Praxisräume zu mieten gebe.

Bereits im September sollen die ersten Patienten behandelt werden, so Pröbst zum Zeitplan. Wenn die Gemeinde ausreichend Räume vorweise, könne man aktiv in die Werbung einsteigen. Immerhin gebe es eine Zusage aus dem Landratsamt, dass zudem eine halbe Stelle für einen Allgemeinarzt in Wartenberg angesiedelt werden könnte, berichtete er weiter.

Sondersitzung mit Experten

Für die geplante Sondersitzung sollte der Gemeinderat zwei Stunden einplanen. Ganz billig wird das nicht: Das Honorar für die Experten in Höhe von 1500 Euro allerdings wurde nicht diskutiert. Beauftragt werden könnte dann eine umfassende Handlungsempfehlung durch diese Planungsgesellschaft. Diese sei in der Lage, verschiedene Modelle der Finanzierung durchzurechnen. „Alle Arten von Beteiligungen sind möglich.“ Dazu zählte Christian Pröbst ausdrücklich auch eine Genossenschaft, bei der die Ärzte, die dort tätig sind, Mitglied seien.

Allerdings mahnte der Bürgermeister auch einen langen Atem an: „Eine Periode Zeithorizont.“ Er sei tatsächlich gefragt worden, wie lange er noch im Amt sei. Es gebe allerdings bei dieser Planungsgesellschaft, deren Vertreter jetzt in den Marktgemeinderat kommen werden, bereits erste Erfahrungswerte aus einer ähnlich großen Gemeinde, berichteten die beiden Bürgermeister. Selbstverständlich wolle man sich das mit einem größeren Bus-Ausflug auch einmal anschauen. Pröbst: „Ich würde nie ein Projekt angehen, das ich nicht selbst gesehen habe.“ Widerspruch erntete er nicht.

Der Zeitdruck führt jetzt aber auch noch zu ganz anderen Maßnahmen: Auf dem Platz, auf dem die Container aufgestellt werden sollen, parken noch Camper. Das ärgert Rat und Verwaltung gleichermaßen schon seit einigen Wochen. Pröbst berichtete, dass die Feststellung der Halter der Fahrzeuge laufe. Das dauere allerdings einige Wochen. Dann müssten diese erst einmal angeschrieben werden. „Wenn dann noch nichts passiert, müssen wir eben abschleppen lassen.“

Klaus Kuhn

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