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Große Möglichkeiten: Der „Wittelsbacher Saal“ im alten Schulhaus bietet einiges. Norbert Hartmann freut sich schon auf die Veranstaltungen hier. 

Der Raum soll sich mit Leben füllen

Wittelsbacher Saal im Alten Schulhaus: Veranstaltungsort für Vereine

Der Wittelsbacher Saal im Alten Schulhaus wird im November eingeweiht. Dann können Vereine ihn für Veranstaltungen belegen.

Wartenberg – Ab November darf der Wittelsbacher Saal im Alten Schulhaus mit Veranstaltungen belegt werden. Auf Nachfrage der Heimatzeitung teilt dies Sandra Hänsel mit, die im Rathaus den Belegungsplan führen wird und auch die Benutzungsordnung an interessierte Vereine herausgibt. Die offizielle Einweihung soll nach einem Beschluss am Sonntag, 13. Oktober, stattfinden. Vorher sollen dort keine Veranstaltungen stattfinden, teilt sie weiter mit.

Der erste Verein hat sich schon gerührt: Der Kulturmarkt Wartenberg hat für den 7. November Christoph Ruhsam mit seinem multimedialen Vortrag „Frozen Latitudes – Expeditionen in die Hohe Arktis“ samt Buchpräsentation um 19.30 Uhr in eben diesen Saal eingeladen.

Wie viele Personen reinpassen muss mit Feuerwehr abgesprochen werden

Der Verein Wittelsbacher Jagdhaus scharrt ebenfalls schon mit den Füßen. Vorsitzender Norbert Hartmann und Heike Kronseder trafen sich mit der Heimatzeitung vor Ort und zeigten sich begeistert von den Möglichkeiten dieses Hauses. Der Beamer für Vorträge ist installiert, ebenso die Lautsprecheranlage. Galerieleisten für Ausstellungen fehlen und sollen noch installiert werden. Die Küche ist beschlossen worden.

Der Raum hat 130 Quadratmeter, so die Schätzung von Norbert Hartmann, der allerdings noch nicht endgültig sagen konnte, für wie viele Personen dieser Saal letztlich zugelassen sein wird. Das müsse erst noch mit der Feuerwehr besprochen werden. Ideal sei der Raum vor allem für kleinere Veranstaltungen wie Vorträge, an denen natürlich auch Kronseder erhebliches Interesse hat, schließlich ist sie auch Vorsitzende des Historischen Vereins Erding. Sie setzt auf eine Zusammenarbeit der Vereine. Sie alle, so ihre Vermutung, sollen und wollen gemeinsam diesen Raum mit Leben erfüllen.

Eine Idee wäre ein Repair-Café

Dass dieser Raum bei den Wartenbergern bereits angekommen ist, weiß Hartmann, dem schon völlig neue Ideen für das Gemeinschaftsleben in Wartenberg zugetragen wurden. Etwa der Gedanke, hier ein Repair-Café einzurichten, wie es beispielsweise in Erding, Dorfen, Taufkirchen, Neufinsing oder auch in Moosburg besteht. Genaueres etwa zu den Initiatoren konnte er noch nicht sagen. Aber das Beispiel zeige, wie groß der Bedarf für einen solchen Saal im Markt Wartenberg sei.

Nicht nur der Raum selbst, sondern auch der kleine freie Platz vor dem hinteren Eingang draußen stößt auf Begeisterung. Hier ist der barrierefreie Zugang angelegt, und dieser Platz eignet sich nach den Worten Kronseders ideal für eine Erweiterung der Fläche nach draußen.

Stein oder Tafel mit Infos zum Haus

Sektempfang und Grill baute sie schon vor ihrem eigenen geistigen Auge auf, verbunden mit leiser Musik bei dem herrlichen Ausblick durch die Bäume auf den Markt Wartenberg und seine Kirche. Die Marktgemeinderätin kam regelrecht ins Schwärmen.

Dabei betonten beide Gesprächspartner, dass sie keinerlei Gewalt über diesen Raum haben. Hartmann wusste, dass viele im Markt so denken, das sei aber falsch. Es sei mit Sicherheit davon auszugehen, dass in den letzten Monaten des Jahres 2019 die Belegung noch etwas verhalten sein werde, vermutet Hartmann. Das habe damit zu tun, dass die Vereine Jahresprogramme machen, die schon längst feststehen, sagte er zur Erläuterung.

Dass dieser Raum auch von den Bewohnern genutzt werden soll, steht für Kronseder außer Diskussion. Es werde also einiges los sein dort, freuten sich die beiden jetzt schon. Allerdings hat der Verein selbst auch noch etwas ganz Besonderes vor: Ein Gedenkstein oder eine Tafel, genaueres weiß man noch nicht, soll im Straßenbereich direkt vor dem Haus aufgestellt werden. Darauf soll in kurzen Zeilen etwas zu diesem Haus gesagt werden. Kronseder: „Es ist schließlich das geschichtsträchtigste Haus im Markt Wartenberg.“

Klaus Kuhn

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