Wartenberg stellt fünf große Plakattafeln auf

„Materialschlacht im Wahlkampf“

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Einen Schilderwald soll es vor der Europawahl am 26. Mai in Wartenberg nicht geben. Darauf zielt ein Antrag der SPD-Fraktion im Marktrat ab. Sie fordert, dass die Marktgemeinde große Wahlplakattafeln zu der bevorstehenden und danach folgenden Wahlen bereitstellt. Sie sollen die kleineren Plakate ersetzen.

Wartenberg – Genosse Michael Paulini verweist in dem Antrag auf einen im Februar 2017 abgelehnten Vorstoß des FDP-Ortsverbands. Mittlerweile habe sich die Sachlage aber geändert. „Gerade im Landtagswahlkampf hat sich gezeigt, dass die zunehmende Materialschlacht nicht gerade zu einem schönen Ortsbild beiträgt. Auch wurden viele Plakate mutwillig zerstört, die Reste lagen verstreut umher.“

In persönlichen Gesprächen habe sich herausgestellt, dass viele Markträte nun dafür wären, den Antrag abzusegnen. Dieser Eindruck täuschte nicht: Bei drei Gegenstimmen beauftragte das Gremium VG-Chef Werner Christofori damit, entsprechende Satzungsänderungen vorzubereiten.

Als Vorbild für den Umgang mit den Plakattafeln könnte laut dem SPD-Antrag die Verordnung in Taufkirchen dienen – die einzige Gemeinde im Landkreis, die 2018 große Tafeln zum Einsatz gebracht habe. Dort würden sie acht auf viereinhalb Meter messen, sagte Christofori. Das sei „schon groß“.

Franz Gerstner (CSU) brachte den Haftungsaspekt ins Spiel und fragte: „Was ist, wenn die umfallen?“ Außerdem müsse die Gemeinde die Tafeln später lagern, „und Lagerplatz ist nicht so viel da“.

„Ich werde nichts stiften, wo vielleicht ein AfD-Plakat drauf ist“, sagte Josef Sedlmaier (CSU), woraufhin viele Räte auf den Tisch klopften. August Groh (SPD) meinte, manche Plakate seien bei der vergangenen Wahl „diffamierend und menschenverachtend“ gewesen. Auf den großen Tafeln habe man dann davon nur wenige. „Das Ortsbild wird deutlich schöner“, fand 2. Bürgermeister Peter Schickinger (FW). Und Michael Gruber (SPD) sprach von einer „Ortsverschönerungsaktion für einen geringen Preis“.

Die Rede war von fünf Tafeln. Gruber schätzte die Gesamtkosten auf 2500 Euro. Die Verwaltung soll dazu demnächst etwas vorlegen.   

Rubriklistenbild: © dpa

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