Hartlbrücke in Wartenberg
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Die Hartlbrücke in Wartenberg muss erneuert werden. Bereits ab Mittwoch ist sie bis voraussichtlich Ende 2021 gesperrt.

Welche Projekte haben Vorrang?

Markt Wartenberg arbeitet an Prioritätenliste

Was sind die Wünsche und konkreten Pläne in Wartenberg? Dazu hat der Haupt- und Finanzausschuss eine Prioritätenliste vorberaten.

Wartenberg – Was sind die Wünsche und konkreten Pläne in dieser Legislaturperiode in Wartenberg? Dazu hat der Haupt- und Finanzausschuss eine Prioritätenliste vorberaten. Nach der Sitzung betonte Bürgermeister Christian Pröbst (CSU) zwar, dass dies noch keine endgültige Festlegung, sondern nur eine erste Vorbereitung gewesen sei. Zugleich machte er aber deutlich, dass das Beratungsergebnis eine erste Richtungsentscheidung durchaus erkennen lasse.

Unter dem Punkt „Wünsche“ stehen langersehnte Projekte, wie etwa der Neubau einer Turnhalle oder das schon vor längerer Zeit einmal angedachte Parkhaus und die Aussegnungshalle. Als „Konkrete Projekte“ werden dagegen ein weiteres Baugebiet, Investitionen in die Kläranlage, der schon beschlossene Brückenneubau, Kanalsanierungen, mehr Mittel für den Straßenunterhalt, Breitbandausbau und die Sanierung der Sozialwohnungen geführt. Auch die Beschaffung eines Mannschaftstransport- und eines Tankfahrzeugs für die Feuerwehr stehen auf der Liste. Letzteres soll 2022 beschaffen werden.

Hintergrund ist die Finanzlage der Gemeinde, die es laut Pröbst nicht zulasse, alle Wünsche gleichermaßen zu bedienen. So gehe er davon aus, dass beispielsweise für die Turnhalle mittelfristig wohl kein Geld lockergemacht werden könne.

Beim Unterhalt der Kanäle dagegen sieht Bürgermeister Pröbst den Markt Wartenberg in der Pflicht: „Das müssen wir einfach machen.“ So habe sich das Gremium darauf verständigt, mit den ersten fünf Kilometern anzufangen.

Das beim Haus für Kinder erhebliche Investitionen anstehen ist schon länger bekannt und steht in dieser Prioritätenliste recht weit oben bei den Projekten. Zugleich muss sich der Marktgemeinderat möglicherweise recht bald schon mit der Frage auseinandersetzen, wie im Rathaus mehr Platz geschaffen werden kann. „Wir kommen da an die Grenze“, sagte Pröbst.

Ohne eine Entscheidung des Marktgemeinderates vorgreifen zu wollen, deutete der Bürgermeister in dem Gespräch an, dass im rückwärtigen Bereich hinter dem Gebäude Platzreserven mobilisiert werden könnten. Für den Ausbau müsse mit Aufwendungen im Bereich von einer Million Euro gerechnet werden. Im Oktober werde der Marktgemeinderat eine Klausurtagung haben, bei der alle diese Themen weiter vertieft werden sollen. Pröbst: „Wenn wir das alles in einer Wahlperiode schaffen, dann sind wir richtig gut.“

Klaus Kuhn

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