Marktrat Wartenberg 

Weniger Energieverbrauch, mehr Baukosten

Die Wartenberger Sozialwohnungen werden um einiges teurer. Dafür gibt es auch mehr Zuschüsse – und eine energetische Sanierung obendrauf.

WartenbergDie Sozialwohnungen, die der Markt Wartenberg an der Martin-von-Deutinger -Straße realisieren will, werden auf der einen Seite um 414 000 Euro teurer. Auf der anderen Seite werden sie jetzt aber auch energietechnisch saniert, und die Zuschüsse für die Maßnahme steigen auf rund 600 000 Euro. Der Vortrag von Architekt Martin Reichert aus Unterschleißheim, der die Planung übernommen hat, überzeugte den ganzen Rat, sodass es eine einstimmige Entscheidung gab, die Planungen zu billigen und die energetische Sanierung durchzuziehen.

Es ist, wie berichtet, ein Umbau in großen Teilen, und damit ergaben sich einige Zwänge. So sind etwa die Bäder in aller Regel nicht so zu gestalten, dass ein Rollstuhlfahrer sie problemlos nutzen kann. Das gefährdet aber laut Reichert die Bezuschussung. Er habe mit der Regierung von Oberbayern jedoch einige Gespräche hat führen können, um doch Geld vom Freistaat zu bekommen. Das ist gelungen: Die Bäder sind jetzt mit Rollatoren nutzbar. Hinzu kommt die energetische Sanierung. Der Platzbedarf für die Bäder erzwinge Zwerchgiebel, die zwar baurechtlich unproblematisch seien, aber dazu führten, dass die Dächer herunter müssten.

Es konnten, wie er weiter berichtete, die Ausführungspläne aufgetrieben werden, aus denen hervor ging, dass beispielsweise die Balkone eine sogenannte Kältebrücke darstellen, weil sie damals noch nicht von der Betondecke thermisch abgekoppelt wurden, wie das heute üblich sei. Also müsse man die Balkone abschneiden und durch eine neue Konstruktion ersetzen.

Der geplante Fahrradkeller entfalle zugunsten von Abstellräumen für die Wohnungen. Stattdessen werde ein kleineres Gebäude ebenerdig neben dem Objekt errichtet mit Platz für Radl und Kinderwagen sowie einem Raum für den Hausmeister.

Mit diesen Planänderungen begründete der Architekt die Kostensteigerungen, kam aber auch mit einem recht konkreten Zeitplan in den Rat: So schätzt er nach Durchlaufen der verschiedenen Genehmigungsverfahren den Baubeginn auf Anfang August. Bis Anfang Mai 2019 will er fertig sein. Auf Nachfrage bestätigte Reichert, dass die Bauarbeiten für die Mieter zwar mit gewissen Belastungen verbunden seien, aber das lasse sich alles „eintakten“.

Die gesetzlichen Bestimmungen schreiben vor, dass ein eigener Spielplatz von rund 60 Quadratmetern erforderlich wird. Das aber könne vielleicht umgangen werden, wenn man bedenke, dass ein kommunaler Spielplatz in der Nähe liegt, machte der Planer deutlich. Klaus Kuhn

Rubriklistenbild: © dpa / Daniel Karmann

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