Pfarrer Gregor Bartkowski freut sich auf die Prozessionen zu Fronleichnam. Dieses Bild zeigt ihn mit der langjährigen Mesnerin Klara Hobmaier.
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Pfarrer Gregor Bartkowski freut sich auf die Prozessionen zu Fronleichnam. Dieses Bild zeigt ihn mit der langjährigen Mesnerin Klara Hobmaier.

Kurzinterview

Wartenbergs Pfarrer über Fronleichnamsprozessionen: „Wichtiges Angebot in schwieriger Zeit“

  • Markus Schwarzkugler
    VonMarkus Schwarzkugler
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Fronleichnamsprozessionen sind heuer Mangelware (siehe Kirchenseite). Als gallisches Dorf beweist sich der Pfarrverband Wartenberg, der in vier Ortschaften – Wartenberg, Berglern, Langenpreising und Zustorf – plant. Wir sprachen mit Pfarrer Gregor Bartkowski.

Wartenberg - Herr Bartkowski, Sie sind heuer quasi die einzigen im Landkreis, die Prozessionen durchführen.

Echt? (lacht) Ja, wir haben in vier Orten mit Prozessionen geplant, Zustorf ist aus organisatorischen Gründen noch nicht ganz sicher.

Wie wichtig ist es Ihnen für Ihre Gläubigen, dass es auch in der Pandemie eine Prozession gibt?

Das ist eine sehr, sehr wichtige Sache. In der Corona-Zeit wird vieles sehr vorschnell abgesagt. Gerade in dieser schwierigen Situation halte ich ein solches Angebot für sehr wichtig: die Orte segnen, in denen sich das Leben abspielt, für die Menschen beten, die dort leben und wirken. Das ist für mich unersätzlich.

Was läuft pandemiebedingt anders ab?

Das Figurentragen ist nicht möglich, weil der Abstand zwischen den Trägern nicht eingehalten werden kann. Dafür werden Kirchen- und Vereinsfahnen getragen, das ist doch auch was. Die Blaskapelle hat lange nicht geprobt, das fällt aus. Dafür werden kleine Chöre und Kantor für die musikalische Gestaltung sorgen. In Berglern planen wir mit einer kleinen Bläsergruppe.

Besteht die Gefahr, dass zu viele Leute kommen?

Wir werden sicher nicht mehr als 200 Personen bekommen, die Gefahr besteht nicht. Und die Gottesdienste am Wartenberger Marktplatz und an der Berglerner Scheckenhoferkapelle finden ja im Freien statt.

Wie sind sonst so die Besucherzahlen an normalen Sonntagen?

Weniger als vor Corona, trotzdem bin ich zufrieden. In Wartenberg zum Beispiel sind es je nachdem, ob es um 8.30 oder erst um 10 Uhr losgeht, oder welches Programm geboten ist, zwischen 50 und 100 Besucher. Gut 100 bringen wir entsprechend der Abstandsregeln unter.

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