Wittelsbacher Jagdhaus

Vorstand will Geld ausgeben

Im Herbst 2018 soll das Wittelsbacher Jagdhaus als Raum für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Die darin geplanten Wohnungen sind dann fertig, die Grünanlagen drum herum benutzbar. Das war das beherrschende Thema der Hauptversammlung des gleichnamigen Vereins, der zu diesem Zweck im vergangenen Jahr mit einigen Veranstaltungen und Spenden ein ordentliches Finanzpolster aufgebaut hat.

Wartenberg – Im Herbst 2018 soll das Wittelsbacher Jagdhaus als Raum für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Die darin geplanten Wohnungen sind dann fertig, die Grünanlagen drum herum benutzbar. Das war das beherrschende Thema der Hauptversammlung des gleichnamigen Vereins, der zu diesem Zweck im vergangenen Jahr mit einigen Veranstaltungen und Spenden ein ordentliches Finanzpolster aufgebaut hat.

Die Stimmung war entsprechend gelöst bei der gut besuchten Versammlung, bei der es sich Heike Kronseder nicht nehmen ließ, dem unermüdlichen Motor und Vorsitzenden Norbert Hartmann für seinen großen Einsatz ein Geschenk zu überreichen.

Bürgermeister Manfred Ranft informierte die Mitglieder über den Baufortschritt. Dabei machte er aber auch seinem Ärger über einige Verzögerungen Luft. So habe die zentrale Holztreppe jetzt doch durch eine Betontreppe ersetzt werden müssen, unter anderem aus Gründen des Brandschutzes. „Das hätte man uns doch vorher sagen können“ grummelte der Rathauschef, vor allem vor dem Hintergrund der Ausgaben für ein Gutachten für genau diese Treppe, die man sich hätte sparen können.

Die Kritik an den Kosten für die Außenanlagen – immerhin eine halbe Million Euro – konnte er nicht nachvollziehen. „Wir sind Unterzentrum, und dazu gehört auch, dass man attraktiv ist“, sagte er der Heimatzeitung am Rand der Versammlung. Er bezog sich damit auch auf die ebenfalls schon geäußerte Kritik an den Kosten für die Anlagen rund ums Kriegerdenkmal und sagte: „Wenn man vor den strengen Augen der Städtebauförderung besteht, kann man das Geld auch guten Gewissens ausgeben.“

Geld ausgeben will auch der Verein. Die Vorstandsmitglieder haben schon über den rund 100 Quadratmeter großen Raum für Kulturveranstaltungen hinaus gedacht und sind in den alten Gewölbekeller gestiegen: „Das ist ein Traum.“ Kronseder ist hingerissen, und in einer internen Besichtigung in den nächsten Tagen mit Marktrat und Vereinsvertretern will sie diese Begeisterung auch auf andere Verantwortungsträger übertragen. Nutzbar ist dieser Raum nämlich noch nicht. Ein zweiter Rettungsweg fehlt beispielsweise noch, ist aber nach Überzeugung der Vereinsführung durchaus machbar.

Im Vorstand wird bereits laut geträumt von einer langen Rittertafel, von Autorenlesungen und so weiter. Den 46 Mitgliedern, die der Verein zur Zeit hat, wird also die Arbeit nicht ausgehen, und Ideen sind auch viele da. Dabei beansprucht der Verein für den öffentlich genutzten Raum, den es jetzt zu „bespielen“ gelte keineswegs eine Monopolstellung. „Auch andere Vereine haben vielleicht Ideen“ meinte Kronseder, die in der Versammlung bei diesem Thema etwas aufs Tempo drückte: „Sobald dort jemand einzieht, sollte auch etwas stattfinden.“ Grund: Die Menschen, die dort einziehen, sollten sich gleich daran gewöhnen, „dass da auch was stattfindet“.  klk

Rubriklistenbild: © Foto: Patrick Seeger/dpa

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