+
Fleißig genutzt wurden die Jugendräume im Bürgerhaus beim Nachtreffen zum ersten Wartenberger Jugendforum.

Die Wünsche der Wartenberger Jugend

Kondomautomat am Bürgerhaus

  • schließen

Viele Wünsche hat der Wartenberger Nachwuchs beim ersten Jugendforum des Marktes im November geäußert. Die Jugendreferenten Isabell Haindl und Hermann Zoglauer haben sich diesen angenommen und luden nun zu einem Nachtreffen ein, zu dem wieder alle Jugendlichen des Marktes im Altern von zwölf bis 16 Jahren persönlich angeschrieben wurde. Wie die 43 Jugendlichen dabei erfuhren, hat sich schon was getan.

Wartenberg – 3. Bürgermeister Christian Pröbst berichtete etwa, dass sich in Sachen besserer Busverbindung zwischen Erding, Wartenberg und Moosburg inzwischen ein Stundentakt bestehe. Was die Verbesserungsvorschläge für den Thenner See angeht, verwies Pröbst auf die Zuständigkeit des Landkreises und bat, alle Wünsche aufzuschreiben, damit er diese an den Landrat weiterleiten könne.

Anschließend stellte sich der neue Vorstand der Jugendgemeinschaft vor. Dass eine Mitgliedschaft für unter 16-Jährige nur sechs Euro pro Jahr kostet, sorgte für Erstaunen. „Das sind ja nur 50 Cent im Monat“, lautete ein Zwischenruf. Bezüglich Nutzung der Jungendräume schon ab zwölf Jahren berichteten die Jugendreferenten, dass der Marktgemeinderat und die Jugendgemeinschaft prinzipiell damit einverstanden seien. Anfang März soll es einen Gesprächstermin mit dem Kreisjugendring unter anderem zum Thema Aufsichtspflicht geben.

Für den auf der Prioritätenliste der Jugend ganz weit oben stehenden Kondomautomaten gebe es schon Angebote, die in der Verwaltung noch geprüft würden. Er soll am Bürgerhaus aufgestellt werden.

Vier Schwerpunkte wurden dann von vier Gruppen – verteilt im Bürgerhaus – bearbeitet. Im Plenum stellten sie die Ergebnisse vor, die diskutiert und ergänzt wurden. Einer Arbeitsgruppe war es zum Beispiel wichtig, die Jugendräume frei nutzen zu dürfen – für Musik hören, Kickern, Billard, Dart, Playstation spielen oder Ratschen – und kein Programm vorgesetzt zu bekommen.

Die Umwelt-Gruppe sprach sich für mehr Tempo-30-Zonen und mehr Radwege aus und wünscht sich einen „grüneren Marktplatz“ sowie mehr Bäume. In Bezug auf das Ferienprogramm gab es Vorschläge zu einer mehrtägigen Fahrt mit Übernachtung oder Tagesausflüge.

Die Wünsche für den Thenner See waren sehr unterschiedlich: Aufstellung mehrerer Umkleidekabinen und Radlständer, barfußtaugliche Fußwege, Verschönerung des Kiosks, Anschaffung einer Tischtennisplatte, Verleih von Stand- up-Paddelboards, Sprungbrett oder Beachplatz für Volleyball und Handball.

Ein Junge machte sich Sorgen um das Stattfinden des Volksfests 2020 und war froh zu hören, dass es auf keinen Fall ausfallen werde und sich die Gemeinde bereits darum gekümmert habe, eine Lösung zu finden, falls der Recyclinghof bis Juni noch nicht an die Thenner Straße gezogen ist.

Nach Abschluss des offiziellen Teils hielten sich die Jugendlichen in den Jugendräumen auf und wurden von der Jugendgemeinschaft bewirtet. Das Organisationsteam war außerdem ausgerüstet mit Leinwand, Beamer und drei Filmen und verwandelten so die Räume im Obergeschoss in ein Kino. Die vielen Rückmeldungen haben die Jungendreferenten derweil zum Anlass genommen, die Wünsche der nachfolgenden Generationen in die Gemeindepolitik einfließen zu lassen. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Bürgermeister Ferdinand Geisberger schimpft: Bucher SPD ist eine Gegenstimmen-Partei
Ferdinand Geisberger ist in Wahlkampfstimmung. Er will Bucher Bürgermeister bleiben, hat noch viele Ideen und grenzt sich deutlich von seinem SPD-Herausforderer Martin …
Bürgermeister Ferdinand Geisberger schimpft: Bucher SPD ist eine Gegenstimmen-Partei
Sicherheitskonzept für Hemadlenzn: „Wir können nicht jeden Gefahrenpunkt eliminieren“
Ein tragisches Unglück hat den Hemadlenzn-Umzug 2019 überschattet. Eine Reform des Sicherheitskonzepts steht im Dorfener Rathaus weiter auf der Agenda.
Sicherheitskonzept für Hemadlenzn: „Wir können nicht jeden Gefahrenpunkt eliminieren“
CSU-Bürgermeisterkandidat Sebastian Klinger: Ein Teamplayer mit Führungsanspruch
Sebastian Klinger (CSU)  ist Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Forstern und hat Lust auf mehr. Als neuer, hauptamtlicher Rathauschef möchte er nicht nur die Mobilität …
CSU-Bürgermeisterkandidat Sebastian Klinger: Ein Teamplayer mit Führungsanspruch
St. Wolfganger Erfinder im Fernsehen: Hellers MediBech in „Das Ding des Jahres“ 
Tüftler erfinden Dinge, die uns das Leben erleichtern. Anstoß sind oft Erlebnisse oder Notsituationen. Manuela und Claus Heller aus St. Wolfgang gehören mit ihrer Idee …
St. Wolfganger Erfinder im Fernsehen: Hellers MediBech in „Das Ding des Jahres“ 

Kommentare