Mittagsbetreuung

Zuschuss für Flüchtlingskinder

Wartenberg – Der Markt Wartenberg übernimmt für Kinder von Asylbewerbern die Kosten der Mittagsbetreuung an der Marie-Pettenbeck-Schule.

Das hat der Marktgemeinderat einstimmig beschlossen. Laut Bürgermeister Manfred Ranft gibt es für dieses Angebot bisher keine staatlichen Zuschüsse.

Mit der Mittagsbetreuung überbrückt die Kommune Engpässe im Hort. Während dieser Zeit können die Kinder Hausaufgaben machen, werden in der Regel dabei aber nicht pädagogisch betreut. Für Asylbewerberkinder gebe es in Wartenberg jedoch eine „Hausaufgabenbetreuung erster Klasse“, erzählte Ranft. Dabei handelt es sich um die pensionierten Schulleiter Gisela Boppert und Georg Stöckl. Sie übernehmen diese Aufgabe ehrenamtlich als Mitglieder des Helferkreises Asyl.

„Grundsätzlich ist es wichtig, dass diese Kinder möglichst lange mit deutschsprachigen Altersgenossen zusammen sind“, erklärte Georg Ertl (NMW). Er forderte die Marktgemeinde aber dazu auf zu prüfen, ob man sich das Geld „irgendwo zurückholen“ könne. Das sei bereits geschehen, antwortete Ranft. Daher stehe im Beschluss der Passus „soweit nicht ein anderer Kostenträger dafür aufkommt“.

Insgesamt sind derzeit 31 Mädchen und Buben in der Mittagsbetreuung. Zwei von ihnen sind Flüchtlingskinder. Für sie übernimmt die Marktgemeinde nun jeweils höchstens rund 130 Euro im Monat. Dieser Betrag entspricht einer maximalen Belegung der Betreuung an allen Schultagen bis 15.30 Uhr plus vier Mittagessen pro Woche.

Ranft berichtete in der Sitzung außerdem, dass die Gemeinde von den Flüchtlingskindern sieben im Gemeindekindergarten, zwei im Hort und eines in der Krippe betreut.  ta

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