Nicht mehr das neueste Modell, aber er läuft: Die Zahl der verkauften Traktoren ist 2015 stark rückläufig. Foto: fkn

Statistik

Weniger Bauern, mehr Bulldogs

Dorfen - Immer weniger Bauern haben immer mehr Bulldogs in der Garage. Der Trend geht dabei klar zum Fünfttrakor. Das liegt auch daran, dass es immer weniger Landwirte gibt.

Wo 2011 dem deutschen Bauern noch vier Schlepper, Trecker und Traktoren, was immer die landmannschaftliche Bezeichnung ist reichten, sind es heute fünf pro Gasfuß. Im Kreis Erding stieg die Zahl der ’land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen, wie die Fahrzeuge offiziell heißen, binnen vier Jahren auf 6309 Stück.

Wenn es darum geht, wie viele Bauern aktuell im Kreis Erding leben, hinkt die Statistik allerdings ein bisschen hinterher. Die Auswertung der landwirtschaftlichen Daten läuft sozusagen im Treckertempo. Zwar wurde 2013 die letzte landwirtschaftliche Haupterhebung gemacht. Aber ausgewertet ist die noch nicht komplett. Das Kraftfahrt-Bundesamt ist da besser: 6309 Traktoren hat es für 2015 im Kreis Erding notiert. Und die Behörde kann auch sagen, wie die Entwicklung der letzten Jahre war: 2011 gab es noch 5754 Trecker; 2012 waren es 5926. Im Jahr 2013 betrug die Zahl 6070 und 2014 waren 6220 auf Achse. Traktoren gelten zuweilen auch als Verkehrshindernisse im fließenden Verkehr. Sie tragen daher ein eigenes Zusatzschild 1041-11. Das bedeutet, dass Kraftfahrzeuge und Züge bis 25 km/h überholt werden dürfen.

Die Frage, ob die hiesigen Landwirte mehr oder weniger Bulldogs brauchen als der deutsche Durchschnittsbauer, lässt sich aber trotzdem beantworten: 2011 hatten 1836 hiesige Bauern 5754 zugelassene Zugmaschinen am Laufen, macht drei Stück pro Landwirt. Der bundesweite Durchschnitt lag damals bei vier. Trotzdem könnten es jetzt bei einem aktuellen Bestand von 6309 wohl noch mehr pro Bauer sein, denn wenn sich etwas verändert hat, dann ist die Zahl der Landwirte gesunken.

Trotzdem, eventuell haben die Bauern jetzt genug Bulldogs (gerne über 100 PS) im Stall: Die Traktorhersteller melden jedenfalls einen Rückgang im größten Absatzmarkt – sprich Deutschland: Wie der Zeitungsdienst Südwest meldet, wurden bis Ende Juni 2015 bundesweit erst 19 057 Einheiten verkauft. Das entspricht einem Absatzminus von etwas mehr acht Prozent.  sus

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