Volles Haus in der Gauschießstätte: Vereinsfunktionäre bei der Gauversammlung. Foto: sta

Gau Dorfen

Weniger Mitglieder bei den Schützen

Dorfen - Eine ausführliche Bilanz zogen die Verantwortlichen des Schützengaues Dorfen bei der Jahreshauptversammlung und sprachen insgesamt von einem erfolgreichen Sportjahr 2015. Trotz vieler großer sportlicher Erfolgen und Leistungen lief aber auch einiges nicht nach den Vorstellungen der Funktionäre.

In der vollbesetzten Gauschießstätte konnte Gauschützenmeister Georg Schatz auch Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner begrüßen. Der Stadtchef bedankte sich bei dieser Gelegenheit für die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Dorfen und dem Schützengau Dorfen. Grundner stellte unter anderem fest, dass die Brauchtumspflege und das gesellschaftliche Miteinander funktionieren und er forderte gleichzeitig dazu auf, den Schützensport und das Schützenwesen weiterhin attraktiv zu gestalten.

Schatz gab bekannt, dass zum Jahresende in den 39 Gauvereinen insgesamt 4106 Mitglieder gemeldet waren. Gegenüber dem Vorjahr waren das 49 weniger und der Gauschützenmeister wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es sogenannte „fördernde oder passive Mitglieder“ nicht geben darf. Rückläufig, so Schatz, war auch die Teilnehmerzahl beim letztjährigen Gauschießen. Nach Ansicht des Gauschützenmeisters könnten zu diesem Preisschießen wieder mehr Schützen kommen und auch zum wöchentlichen Training der Auflageschützen jeweils Mittwochs dürften mehr Teilnehmer in die Gauschießstätte kommen.

Stolz zeigte sich Schatz über viele sportliche Erfolge der Dorfener Schützen. Einen 6. Platz erzielte der Lengdorfer Maximilian Dallinger bei den Europameisterschaften und zudem gewann er sich unlängst Gold und Silber beim internationalen Wettkampf in München. Auch der junge Bogenschütze Robert Parstorfer vom BSV Taufkirchen holte sich bei den Deutschen Meisterschaften den Titel mit neuem Deutschen Rekord in der Jugendklasse.

Auch Gausportleiter Alfons Weber sprach von erfreulichen Teilnehmerzahlen der Dorfener Schützen bei den Meisterschaften und zählte dabei viele Medaillengewinner bis zu den Deutschen Meisterschaften auf.

Für den bei der Versammlung nicht anwesenden Gaujugendsportleiter Rainer Deyerer legte Gautrainer Gerhard Obermaier einen kurzen Bericht vor. Obermaier kritisierte die in der Vergangenheit stark nachlassende Teilnehmerzahl am Gaukader- und Gaujugendtraining. Vier Trainer stünden zur Verfügung, aber es kämen keine Schützen. Ein schlechtes Bild gab die Gaujugend den Worten von Obermaier zufolge auch beim Heimkampf gegen den Gau Landsberg um die Otto-Sixl-Scheibe ab: „Unsere Schützen sind nach dem Schießen sofort heimgefahren während der Gegner noch vollzählig anwesend war.“

Einen positiven Kassenstand vermeldete Gauschatzmeister Andreas Waltl. Trotz einiger Investitionen an der Gauschießanlage verzeichnet man ein leichtes Plus in der Kasse. Gauschützenmeister Schatz kündigte in diesem Zusammenhang an, dass demnächst noch einige Arbeiten an der Gauschießstätte anstehen. Unter anderem muss noch eine Fluchtwegtüre eingebaut werden und Auflagen zum Brandschutz erledigt werden. sta

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