Herzlich willkommen: Neugierig waren die Schönbrunner. Sie waren gekommen, um ihre neuen Dorfbewohner (vorne, l.) kennenzulernen.

Wichtiges Kennenlernen: Flüchtlinge in Schönbrunn begrüßt

Schönbrunn - Nach dem „Ankommen“ der Flüchtlinge im St. Wolfganger Ortsteil Schönbrunn hatte der örtliche Helferkreis jetzt zum ersten gemeinsamen Kennenlernen geladen. Und die Resonanz war durchwegs positiv.

„Wir sind überwältig, wie viele Leute gekommen sind“, freuten sich die Organisatoren über das große Interesse und die Hilfsbereitschaft der Schönbrunner.

Seit Anfang Dezember haben offiziell insgesamt acht Flüchtlinge aus Afghanistan (zwei Familien) und vier Iraner in der ehemaligen Dorfwirtschaft Pfaller eine Unterkunft. Das Anwesen gehört inzwischen der Gemeinde und wurde als Wohnheim für maximal zwölf Asylbewerber zur Verfügung gestellt. Vom Flüchtlingshelferkreis Schönbrunn hatte St. Wolfgangs Vizebürgermeister Konrad Bernhard die zahlreichen Besucher zum ersten gemeinsamen Treffen im Feuerwehrhaus begrüßt.

Die Begegnung startete in der Filialkirche Schönbrunn mit einem Wortgottesdienst. „Öffnet die Herzen“, war die Botschaft von Pfarrgemeindereferentin Sandra Pongratz. Danach war zum zwanglosen Treffen ins örtliche Feuerwehrstüberl eingeladen. „Wir wussten nicht, was auf uns zukommt“, hatte Bernhard im randvollen Floriansstüberl gesagt. Beim Frühstück saßen dann Jung und Alt mit den beiden afghanischen Familien eng zusammen. Nach einer Vorstellung der neuen Dorfbewohner wurde eifrig versucht, ins Gespräch zu kommen. So gut es halt ging.

Wir wollten die Flüchtlinge „erst mal ankommen lassen“ in Schönbrunn vor einem Kennenlernen, sagte Bernhard. Inzwischen hatte sich ein eigener Helferkreis gegründet. Etwa zehn Leute aus allen Bereichen der Dorfgemeinschaft quer durch alle Generationen machten mit. Nach dem Treffen sind es viele mehr, denn auf einer Helferliste haben sich weitere Helfer eingetragen. Man tausche sich auch mit den Flüchtlingshelferkreisen St. Wolfgang und Armstorf aus, sagte Bernhard.

Bisher gab es „überhaupt keine Schwierigkeiten“, informierte Bernhard. Bedenken, die es im Vorfeld schon auch gab, hätten sich als unbegründet längst zerstreut. Die Flüchtlinge seien allesamt „pflegeleicht“. Ein Vorteil sei natürlich, dass man „einen kleinen Kreis mit Familien“ bekommen habe.

Aus dem Helferkreis heraus werde inzwischen einmal die Woche Deutschunterricht gegeben. Weiter „schauen wir, dass wir die Leute unterstützen können, mit Fahrdiensten, vor allem bei Ämter- oder Arztbesuchen“.

Hermann Weingartner

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