In der Kritik der SPD: Landrat Martin Bayerstorfer.

SPD wirft Landrat Arroganz vor

Dorfen – Die Dorfener SPD übt heftige Kritik an Landrat Martin Bayerstorfer. Ihm wird im Zusammenhang mit dem Bahn-Gipfel in Loh "Arroganz" vorgeworfen.

Als „Unverschämtheit“ und „parteipolitische Kindereien“ hat die Vorsitzende Simone Jell das Verhalten des Landrats bezeichnet, dass dieser zum Bahn-Gipfel in Loh den SPD-Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer nicht eingeladen hatte.

Schurer sei schließlich Mitglied des Haushaltsausschusses und langjährigen Kenner der örtlichen Bahnproblematik. Bei den wichtigen Themen zum zweigleisigen Bahnausbaus München-Mühldorf, wie die Auswirkungen oder der Lärmschutz für Dorfen und anderer Orte sowie die für den Landkreis wichtige Bahnanbindung des Flughafens sollten „keine Parteipolitik im Vordergrund stehen, sondern alle Politiker an einem Strang ziehen“, so Jell. Das Thema sei „ernst genug, um sich nicht in parteipolitischen Spielchen zu verlieren“, mahnte die Sozialdemokratin.

Das Treffen in Loh zeige die „Systematik“, wie der politische Gegner mit Schurer umgehe, schimpfte auch Kreisvorsitzende und Stadträtin Michaela Meister. Das sei „Kinderkram vom Landrat“. Auch mit der früheren SPD-Landtagsabgeordneten Hildegard Kronawitter sei die CSU „über Jahre so umgegangen“. Die Aussage des Landrats, Schurer habe sich bei dem Loher-Treffen „anderweitig informieren“ müssen, wies Meister zurück. Vielmehr schade sich Bayerstorfer selbst, wenn er das Wissen des Bundestagsmitgliedes nicht nutze, denn der wisse als Haushaltsausschussmitglied „wo die Gelder hin fließen“. Der stellvertretende Ortsvorsitzende Christoph Zauner dazu: „Die Arroganz des Landrat ist nicht zu überbieten“.

Dass der Bahn-Gipfel ergebnislos verlief, ist für Jell „enttäuschend“. Es sei traurig, wenn hochkarätige Politiker kämen, ohne etwas Positives im Gepäck zu haben. prä

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