Regierungsbildung in Italien gescheitert: Conte verzichtet auf Amt

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Mit seiner „Rasenmäher-Polka“ eröffnete Elias am Akkordeon die Lesung seines Onkels Wolfgang Hofer (dahinter). Die Sängerinnen der All:Stars (r.) stimmten mit ein. 

Wirtshaus-Lesung mit Wolfgang Hofer

Auf Zeitreise mit dem Heimatdichter

Zwei Jahre ist es her, dass Wolfgang Hofer zum ersten Mal eine „Lesung dahoam“ in Niedergeislbach veranstaltet hat und ein volles Haus hatte. Die Erwartungen waren groß, und der Erfolg von damals wurde nun sogar noch übertroffen.

NiedergeislbachZwei Jahre ist es her, dass Wolfgang Hofer zum ersten Mal eine „Lesung dahoam“ in Niedergeislbach veranstaltet hat und ein volles Haus hatte. Die Erwartungen waren groß, und der Erfolg von damals wurde nun sogar noch übertroffen. Diesmal drängten mehr als 80 Zuschauer in das ehemalige Gasthaus Empl, das seit 1979 keines mehr ist und Hofers Großeltern gehörte.

Auch Bürgermeisterin Gerlinde Sigl ließ sich das kulturelle Schmankerl nicht entgehen. Anders als vor zwei Jahren las Hofer dieses Mal ohne seinen Kollegen Siegfried Unterhuber, aber ein Solo war es trotzdem nicht. Denn seine musikalische Begleitung, die All:Stars aus Reichenkirchen, waren in voller Besetzung mit sechs Frauen und ebenso vielen Männern angetreten und verdienten sich Bestnoten.

Der Anfang war Hofers Neffe Elias vorbehalten, der am Akkordeon mit seiner „Rasenmäher-Polka“ fehlerfrei glänzte. Das erste Lied der All:Stars, die Eigenkomposition „Dahoam“, riss das Publikum gleich zu einem Beifallssturm hin und beflügelte auch Hofer, der sich als Heimatdichter im besten Sinne präsentierte.

So nahm er die Besucher mit auf eine Zeitreise, in der Uroma Resi noch mit ihrem „weißen Cowboy-Hut“ in die Kirche ging, oder die Amis nach dem Krieg das Wirtshaus beschlagnahmten.

„Friahra war ois langsamer“, schwärmte Hofer, und Glaube bedeutete noch grenzenloses Vertrauen.

Die Gerüche seiner Kindheit haben sich in dem 35-jährigen Literaten förmlich konserviert. So wie das alte Milchkammerl, das immer noch ein wohliges Gefühl in ihm auslöst oder der Geruch der Bruchmühle auf dem ehemaligen „Droadbodn“, der Hofer zum Titel für sein neues Buch inspiriert hat. Es ist bereits sein siebtes Werk, erschienen im eigenen Verlag „Hirnkastl & Herz“. Anders als sein Vorgänger „Das Geheimnis von Vielherzbach“ ist „Droadbodn“ hauptsächlich auf Bairisch geschrieben und enthält viele Miniaturen des Landlebens, abwechselnd in Lyrik und Prosa. Aber nicht nur die heile Welt wird beleuchtet. Themen wie Bienen- und Vogelsterben sowie der Flächenfraß in der Region machen den Autor fuchsteufelswild.

Auch noch nicht veröffentlichte Texte befanden sich im Lesungs-Repertoire. So handelt das Gedicht „Der Egoist“ von den „klagesüchtigen Zuagroasten“, die selbst den Bäckereiduft als Gestank empfinden. Sogar dem „ehrlichen Bazi aus Altötting“, der mit einem roten Bus zum Sammeln alter Raritäten plötzlich auf dem Hof stand, setzte er ein literarisches Denkmal. Albert Zimmerer

Die nächste Lesung

im Wirtshaus findet am Sonntag, 3. Dezember, im Gasthaus Gipp in Burgrain statt. Weitere Infos auf www.hirnkastl-und-herz.de.

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