Realschulabschluss an der Mittelschule (v. l.): Vizebürgermeisterin Ulla Dieckmann, Schulleiterin Andrea Rappold und Gemeindechef Thomas Gneißl wollen das in Wörth verwirklicht sehen. foto: vogel

Bewerbung der Ortererschule um Mittelschulmodell 9+2

9+2: „Wir sind dabei!“

Wörth - Als zweiter Standort im Landkreis für das Mittelschule-Modell 9+2 hat sich die Gemeinde Wörth beworben. Für die Ortererschule spreche vieles, sagt Bürgermeister Thomas Gneißl.

Kommunale Bildungsoffensive: Bereits im vergangenen Oktober hat sich Wörth beim Schulamt beworben, dass an der örtlichen Mittelschule das Modell „9+2“ eingeführt wird, das den Realschulabschluss ermöglicht. Bisher gibt es dieses Angebot nur in Wartenberg an der Marie-Pettenbeck-Schule. Die Wörther Schule hätte als zweiter Standort für den südöstlichen Landkreisbereich viele Vorteile. Davon sind Bürgermeister Thomas Gneißl, seine Stellvertreterin Ulla Dieckmann und Schulleiterin Andrea Rappold überzeugt, wie sie im Gespräch mit unserer Zeitung darlegten.

Man habe sich in Eigeninitiative beworben, erläuterte Gneißl und setzt auf eine Standortbesichtigung der Entscheidungsträger. Der Landkreis hat zu einem zweiten Standort eine Studie in Auftrag gegeben. „Wir hoffen, dass wir mit einem guten, persönlichen Eindruck punkten können.“ Mit Zug, S-Bahn und Bus hätte man eine sehr gute Anbindung an die Schule. „Das ist ein echter Joker“, so Gneißl. Außerdem plane man mit der energetischen Sanierung auch, das Konzept „Lernlandschaften“ umzusetzen, das den neuesten pädagogischen Erfordernissen entspreche, ergänzte Dieckmann.

Schulleiterin Rappold wies darauf hin, dass Wörth einem Mittelschulverbund des Landkreises angehöre und so als kleinere Schule hinsichtlich der Schülerzahlen vom Verbund stabilisiert werde. Außerdem würden die Sprengelgemeinden Ottenhofen und Walpertskirchen die Bewerbung für das Modell „9+2“ unterstützen. Auch das Lehrerkollegium der Wörther Schule stehe voll hinter dem Vorstoß. Man hätte für einen baldigen Start schon jetzt ohne Um- oder Anbau genügend Platz. Rappold: „Die Räume sind da. Es könnte sofort losgehen.“

Gneißl wies zudem darauf hin, dass die Wörther Schule über eine zeitgemäße Ausstattung mit modernsten Medien verfüge. Letztlich habe man ein „attraktives Komplettpaket, in das man 9+2 gut einbetten könnte“.

Für das Modell können sich im Landkreis nur Mittelschulen bewerben, die keinen M-Zug haben. Isen hat das bereits getan. Möglich ist es außerdem für die Schulen in Finsing und Forstern. In den nächsten Wochen wird wohl die Entscheidung fallen, welche Schule den Zuschlag bekommt. „Wir gehen davon aus, dass das Verfahren ergebnisoffen ist und dass es die Argumente sind, die zählen“, sagte Gneißl.

Von Vroni Vogel

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