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Im Baugebiet an der Breitöttinger Straße in Wörth wird schon fleißig gebaut. In diesem Areal will die Gemeinde ein Gebäude mit Geschosswohnungsbau errichten, das bezahlbaren Wohnraum schaffen soll. 

An der Breitöttinger Straße

Wörth baut für Einkommensschwache

Bezahlbarer Wohnraum ist auch in Wörth ein großes Thema. Die Gemeinde will jetzt in Eigenregie ein mehrgeschossiges Haus mit bis zu zehn Wohnungen für einkommensschwächere Gruppen bauen und dafür rund drei Millionen Euro in die Hand nehmen.

Wörth – Der Wörther Gemeinderat möchte im neuen Baugebiet an der Breitöttinger Straße ein Gebäude im Geschosswohnungsbau errichten, das bezahlbaren Wohnraum schaffen soll. Einmütig stimmte das Ratsgremium in seiner jüngsten Sitzung zu, das Projekt direkt über die Gemeinde und nicht über das Kommunalunternehmen abzuwickeln, das für ein solches Großprojekt personell nicht ausgestattet sei.

Bei der Gestaltung des Mietpreisniveaus sei die Gemeinde relativ frei, gehe jedoch eine gewisse soziale Verpflichtung ein, für einkommensschwächere Gruppen Wohnraum zu schaffen. Beim geplanten kommunalen Geschosswohnungsbau mit sechs bis zehn Wohnungen rechnet die Gemeinde mit Kosten von etwa drei Millionen Euro. Bei einem staatlichen Zuschuss von 30 Prozent würde die Fördersumme etwa eine Million Euro betragen.

Eingehend diskutiert wurde, ob man sich für ein kommunales Wohnraumförderprogramm bewerben soll. Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG) leistete Überzeugungsarbeit, zumal es Befürchtungen gab, dann bei der Wohnungsvergabe keine Entscheidungsfreiheit mehr zu haben. Gneißl berichtete vom aktuellen Informationsgespräch bei der Regierung von Oberbayern. Das Wohnraumförderprogramm sei Wörth wärmstens empfohlen worden.

Nach Gneißls Einschätzung „machen wir nichts falsch, wenn wir diesen Weg gehen“, auch wenn ein „gewisses Umsetzungsrisiko“ bleibe. Anton Erl (CSU) hakte nach, ob das Förderprogramm der Regierung an Wohnberechtigungsscheine gekoppelt sei, was bedeuten würde, dass die Gemeinde dann die Belegung nicht mehr in der Hand habe: „Ich bin absolut dafür, dass wir Wohnraum für Einkommensschwache schaffen, aber die Gemeinde soll über die Belegung frei entscheiden können.“ Laut Gneißl habe man die mündliche Aussage erhalten, dass die Vergabe im Ermessen der Gemeinde liege und es keine Verpflichtung zu Wohnberechtigungsscheinen gebe. Erl entgegnete: „Dann machen wir es.“

Vizebürgermeisterin Ulla Dieckmann (SPD) meinte, dass man auf den Siedlungsdruck reagieren müsse. Sie plädierte ebenfalls für das Modell. Stefan Schimmer (ÜPWG) sah in der Entscheidung pro Wohnraumförderprogramm „keinerlei Risiko“. Falls die Bedingungen der Gemeinde letztlich doch nicht zusagten, könne man immer noch auf die Förderung verzichten oder sie gegebenenfalls zurückzahlen.

Max Stangl (CSU) fragte zur Abwicklung des kommunalen Geschosswohnungsbaus: „Kann die Gemeinde das stemmen?“ Gneißl sagte: „Was wir brauchen, ist ein guter Planer. Was wir brauchen, ist ein guter Bauleiter.“ Diskutiert wurde auch, ob man das Gebäude über einen Generalunternehmer oder eine Einzelgewerksvergabe errichten lassen sollte. Rudi Riepl (SPD) gab zu bedenken: „Beim Generalunternehmer hat man es nicht in der Hand, wer die einzelnen Gewerke macht.“

In der nächsten Sitzung sollen dem Gremium weitere Informationen zum Wohnraumförderungsprogramm vorgelegt werden, um dann zu entscheiden. Man will die genauen Ausschreibungsmodalitäten recherchieren und sich erkundigen, wie ein gestaffeltes Mietprogramm aussehen könnte, um bei der Belegung einen „guten Mix“ hinzubekommen, sagte Gneißl.

Vroni Vogel

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