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Angebliche Entführung war ein schlechter Scherz

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Von: Timo Aichele

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Hilferuf übers Handy: Die Polizei in Erding und München wurde aktiv.
Hilferuf übers Handy: Die Polizei in Erding und München wurde aktiv. © dpa

„Ich wurde entführt“: Dieser Hilferuf einer jungen Münchnerin war überzeugend. So überzeugend, dass ein 21-Jähriger aus Wörth die Polizei alarmierte. Doch die Frau hatte sich einen Spaß erlaubt. Gegen sie wird nun ermittelt.

WörthGroße Sorgen hat sich ein junger Wörther am Samstag um eine in München lebende Freundin gemacht. In einer Sprachnachricht hatte sie ihm am Nachmittag mitgeteilt, dass sie von Unbekannten entführt worden sei und nun festgehalten werde. Das meldete der 21-Jährige gegen 16 Uhr der Polizei, was wiederum einen Einsatz in der Landeshauptstadt auslöste.

Streifenbeamte der Polizeiinspektion Erding fuhren zunächst zu dem jungen Mann und hörten sich die Sprachnachricht an. Nach einer Pressemitteilung der Inspektion konnten die Ordnungshüter den Sachverhalt dennoch vorerst nicht eindeutig einschätzen. Daraufhin wurde eine Streifenbesatzung der Münchner Polizei an die Wohnadresse der angeblich Festgehaltenen beordert.

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Die Beamten trafen jedoch nur deren Mutter an. Die Frau zeigte sich laut Polizei anfangs jedoch nicht sehr kooperativ. Daher musste eine zweite Streife mit einer weiblichen Kollegin hinzugerufen werden. Während der Befragung der Mutter kam die Tochter nach Hause. Die junge Frau war wohlauf. Sie und ihre Freundin hatten sich einen geschmacklosen Scherz mit dem Bekannten aus Wörth erlaubt.

Aufgrund der überzeugenden Sprachnachricht hatte dieser die Lage aber als ernst eingeschätzt und sich große Sorgen gemacht. Die beiden jungen Frauen müssen sich nun wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten. Die Staatsanwaltschaft München wird hierüber entscheiden.

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