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Gewerbe anno dazumal: Altbürgermeister Rudi Borgo (2. v. r.) lud mit seiner historischen Fotoschau zu einer Zeitreise ein. Für die interessante Ausstellung im Hörlkofener Rathaus hatten Geschäftsleute Exponate zur Verfügung gestellt.

Ausstellung im Rathaus

Friseurscheren, Schreibmaschinen und ein Kracherl

Hörlkofen – Eine besondere Ausstellung im Sitzungssaal des Rathauses erzählte vom florierenden Gewerbe anno dazumal im damals noch recht kleinen Ort Hörlkofen.

Altbürgermeister Rudi Borgo hatte für die Ausstellung zum örtlichen Gewerbe Fotomaterial aus seinem Archiv zusammengestellt, unterstützt von Rathausmitarbeiterin Marianne Eder.

Auch Geschäftsleute hatten altes Zubehör beigesteuert, darunter imposante Friseurscheren, altertümliches Werkzeug und ein solider Steinkrug aus der ehemaligen Schänke Rottmann, die ein beliebtes Ausflugslokal war. Eine Triumph-Schreibmaschine aus der Gemeindeverwaltung erinnerte daran, dass früher emsiges Klackern aus dem Büro zu hören war, mit dem unverwechselbaren Klingeln am Ende der Zeile.

Es ist erstaunlich, wie viele Läden und Betriebe früher den Ort belebten; Kramer- und Gemischtwarenläden, ein Viktualienhändler, Bäckereien, Metzgereien, Gastwirtschaften, Friseurläden, Schneidereien, ein Elektrogeschäft, ein Flaschenbierhandel, Fuhr-, Landmaschinen- und Baubetriebe sowie Schmiedewerkstätten. Inzwischen seltene Gewerbe wie eine Sattlerei, Schuhmachereien sowie eine Stoff- und Fellhandlung gehörten zum Ort.

Die legendäre Limonadenfabrik (1848-1982) war vor allem für die Kinder ein süßes Durstlöscher-Paradies mit „Kracherln“ in verschiedenen Farben. Die ehemalige Strickerin Therese Eibl, die in Heimarbeit tätig war, feierte 2016 ihren 90. Geburtstag.

Der 36 Meter hohe Turm der früheren Ziegelei war ein dörfliches Wahrzeichen. 2009 wurde er gesprengt. Auf dem Areal hat sich die Firma „Papier Karl“ angesiedelt.

Borgo bekommt für sein Archivmaterial einen Raum im Rathaus. Er plant schon weitere Ausstellungen.


Vroni Vogel

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