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Überschaubar war das Interesse der Bürger an den Einzelgesprächen mit der Bahn. Die Gemeinde hätte eine Bürgerversammlung bevorzugt. Einige Räte, darunter Else Wirth (r.) und Vize-Bürgermeisterin Ulla Dieckmann (M.) machten sich ein Bild.

Rathaus Hörlkofen 

Bahn-Gespräche: Wenig Resonanz

Beim individuellen Dialog mit Bahnvertretern kam Unmut auf.

Hörlkofen – „Das Interesse war sehr verhalten.“ So fasste Wörths Bürgermeister Thomas Gneißl die Resonanz auf die Bahnveranstaltung am späten Donnerstagnachmittag im Hörlkofener Rathaus zusammen. Dort hatten Bürger die Möglichkeit, mit Bahnvertretern Einzelgespräche zu führen und sich über die Planung zu informieren (wir berichteten).

Die Gemeinde hätte eine Bürgerversammlung bevorzugt, sie war von der Bahn aber nicht gewünscht. Zum individuellen Dialog kamen maximal 20 Leute, darunter einige Gemeinderäte. Gneißl vermutet eine gewisse Verdrossenheit bei den Betroffenen, da die Bahn schon sehr vieles geplant habe. Das Interesse werde wohl steigen, wenn es konkret werde, so Gneißl. Die Gemeinde selbst ist schon aktiv geworden und hat einen schriftlichen Bericht an den CSU-Bundesabgeordneten Andreas Lenz geschickt. Auch an die SPD-Bundestagsvertretung will sie sich wenden, um Unterstützung von der „großen Politik“ zu bekommen.

Ein Bürger vermutete, dass die Gemeinde über den Tisch gezogen werden solle. Wenn sie die Mehrkosten nicht zahle, müsse die Kommune die Planung so hinnehmen und damit alle Belastungen. Auch der Wunsch nach einer Troglösung wurde geäußert. Eine andere Bürgerin kommentierte: „Die Leute sind nicht begeistert. Niemand ist begeistert.“ Eine weitere Teilnehmerin bezeichnete die Veranstaltung schlicht als „Farce“.

Von Walpertskirchen kam der Vorsitzende des Arbeitskreises Natur, Hans Fertl, ins Rathaus. „Fragen zum Schallschutz werden erst in einem halben Jahr beantwortet“, sagte er. Sorge bereitet ihm das Brückenbauwerk in Rottmann, das derzeit in der Diskussion steht. Fertl verwies auf das Biotop in unmittelbarer Nachbarschaft.  Vroni Vogel

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