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Eine Hommage an Meister Adebar in Sonnendorf gestaltete Clarissa Höschel (l.) mit ihrem Lichtbildervortrag „Storchensommer“ im Wörther Pfarrheim, veranstaltet vom Bildungskreis, vertreten durch Anneliese Frank (r.). Foto: Vogel

Bildungskreis Wörth-Hörlkofen 

Hommage an Meister Adebar: Ein Storchensommer in Bildern

„Storchensommer – eine Hommage an Meister Adebar“: Unter diesem Titel stand der Lichtbildervortrag von Clarissa Höschel aus Sonnendorf, der im Wörther Pfarrheim stattfand und vom Bildungskreis Wörth-Hörlkofen veranstaltet wurde.

Wörth/Sonnendorf – „Storchensommer – eine Hommage an Meister Adebar“: Unter diesem Titel stand der Lichtbildervortrag von Clarissa Höschel aus Sonnendorf, der im Wörther Pfarrheim stattfand und vom Bildungskreis Wörth-Hörlkofen veranstaltet wurde.

Seit 2016 ist die Wahl-Sonnendorferin Clarissa Höschel neue Storchenchronistin. Von ihrer Dachwohnung aus hat sie freie Sicht auf die Sonnendorfer Kirche und den dortigen Horst. Seitdem begleitet Höschel das Leben der Störche fotografisch. In einer begeisternden Bildauswahl ließ sie das Jahr 2016 bis zum jetzigen Zeitpunkt Revue passieren. Sie vermittelte in ihrem lebendigen wie kenntnisreichen Vortrag Wissenswertes über die Tiere. In einigen Bemerkungen blitzte ihre Zuneigung zu den Störchen auf, die im Ort von den Anwohnern geteilt wird und für eine nette Gemeinschaft sorgt.

Die Sonnendorfer freuten sich vergangenes Jahr darüber, den Nachwuchs des Storchenpaars aufwachsen zu sehen. Höschel beobachtete das Brutverhalten und fand es faszinierend, wie sich die Eltern bei ihren vielfältigen Aufgaben gegenseitig unterstützen. Störche brüten abwechselnd – „sehr sozial“ kommentierte die Beobachterin.

Sie hielt Momente des Flüggewerdens fest. Man sah, wie die Jungvögel ihre Köpfchen aus dem Horst reckten, nahm Anteil an ihren ersten Flugübungen und ihrem kühnen Abflug ins Erwachsenenalter. Ein Foto warnte: Vorsicht vor den Stromleitungen! Sie werden den Thermikseglern oft zum Verhängnis.

Auch Begegnungen mit fremden Artgenossen, die begehrliche Blicke auf den Horst warfen, ihn umkreisten und argwöhnisch klappernd von den Sonnendorfer Störchen ins Visier genommen wurden, hielt Höschel mit der Kamera fest. Man lernte zudem die Nachbarn der Schreitvögel kennen – Dohlen und Turmfalken. Höschel zeigte die Störche außerdem als anpassungsfähige Kulturfolger in Aktion, wie sie auf Nahrungssuche einem Traktor bei der Wiesenbearbeitung folgten, der die Erde lockerte und es ihnen erleichterte, Großinsekten, Frösche oder Mäuse zu fangen.

Nahm der letzte Storchensommer einen glücklichen Verlauf, so gab es heuer kein Happy End: Am 29. April wurden drei verendete Jungstörche im Schatten des Kircherls gefunden. Sie fielen dem Kälteeinbruch im Frühjahr zum Opfer (wir berichteten). „Doch zu der Trauer gesellt sich neue Hoffnung“, erzählte Höschel mit Blick auf die Altvögel. Schließlich werden Störche bis zu 35 Jahre alt. „So bleibt ihnen viel Zeit, immer wieder nach Sonnendorf zu kommen und dort zu brüten.“

Wie Meister Adebar die kalte Jahreszeit verbringt, davon wird Höschel in einem weiteren Vortrag im Oktober erzählen. Sie beleuchtet dann den „Storchenwinter“ des europäischen Weißstorches in den südspanischen Überwinterungsgebieten.  vev

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